Logo Kinothek



    ButtStartseite

  Der grosse Saal sagt hallo!  Kinoansicht. S-Bahn Obertürkheim: 200m geradeaus und gleich links sehen Sie mich!



Programm von Montag, 21.7. bis Mittwoch, 30.7.2014.

Auch den gastronomisch-gemütlichen Teil finden Sie in unserem Haus:  Zeit um einzukehren, vor oder nach dem Film.
Unser Gastroteam bewirtet Sie mit schwäbischen Spezialitäten, auch auf unserer Aussenterrasse.
NEU!  Ganz frisch aus dem Topf! Superlecker!
Jeden Montag Maultaschen-Mittagstisch. Jeden Donnerstag Fleischküchle-Mittagstisch (jeweils von 11.30 bis 13.30 Uhr).
Reservierungen über unseren Kino-AB (Tel. 0711-9189640) oder direkt im Restaurant "dr Schbruchbeidl" (Tel. 0711-3277059).

WILLKOMMEN BEI HABIB – 115 min. – Ab 6 J.
Nach "Waschen und leben" inszeniert Michael Baumann abermals einen "Short Cuts" in Stuttgart, den er als Kulturschmelztiegel zeigt, der im Hochsommer unter einem Streik der Müllabfuhr leidet. Auch im übertragenen Sinn haben sich Altlasten angesammelt, die es abzutragen gilt. Alles läuft auf eine Bereinigung, einen Neuanfang hinaus, aber dafür muss erst einmal das bisherige Leben zusammenbrechen. Das alles geschieht im direkten Umfeld von Habibs Dönerimbiss auf der Verkehrsinsel am Stuttgarter Wilhelmplatz. Direkt davor ist Manager Bruno (beeindruckend: Thorsten Merten, "Halbe Treppe") gestrandet, durch eine Intrige aus seiner Firma geschasst und unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Er ist im gleichen Alter wie Habib selbst (Vedat Erincin aus "Almanya"), der einst seine Jugendliebe in der Türkei sitzen ließ und sie bei einer Hochzeit wieder trifft. Hinzu gesellt sich der aus der Klinik ausgerissene 78-jährige Ingo (der stachelige Klaus Manchen rührt zu Herzen), der nach vielen Jahrzehnten zu seiner verlorenen Tochter Kontakt aufnehmen will und im Internetcafé von Habibs Frau mit sich ringt. Schließlich ist da Habibs verheirateter Sohn Neco (Burat Yigit), der trotz kleinem Kind am liebsten mit seiner deutschen Geliebten in die Türkei durchbrennen will, um das unbekannte Land seiner Ahnen zu sehen. So suchen sie alle Identität, Frieden mit sich und eine (neue) Heimat, die Turbulenzen, denen sie ausgesetzt sind, meistert Baumann in verschiedenen Tonlagen von komödiantisch bis dramatisch, heiter bis tragisch. Glück und Schmerz liegen eng beieinander und auch wenn manch einer am Ende dieser vier Tage ganz schön mitgenommen ist und nicht jeder Kampf harmlos endet, es bleibt ein optimistischer Grundton, der die Wehmut aber auch nicht verhüllt. Verhalten zeigt Baumann den langen Weg auf, sich tief sitzenden (Beziehungs)Fragen zu stellen, mit eigener Schuld, mit Betrug und Verlust umzugehen. Eine traurig-komische Großstadt-Rhapsodie um schicksalhafte Entscheidungstage eines Männer-Quartetts, das mit so manchen Lebenslügen konfrontiert wird.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
17.45 17.45
20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
> Weitere Vorstellungen folgen.

NICOLE KIDMAN: GRACE OF MONACO – 102 min. – Ab 6 J.
US-Produzent Harvey Weinstein zeigte sich unzufrieden mit Olivier Dahans Endfassung des Films und dachte laut darüber nach, das Werk so nicht in die US-Kinos zu bringen, der Regisseur pochte auf seine Rechte und dann verkündete auch noch das monegassische Fürstenhaus, die Eröffnungsgala in Cannes 2014 zu boykottieren, weil der Film die Familiengeschichte "zu rein kommerziellen Zwecken" verdrehe. Dahan hält dagegen und deklariert seinen neuen Film als fiktionale Erzählung, die von realen Ereignissen nur inspiriert wurde. Es ist ein Märchen an der sonnigen Cote d'Azur, wo dunkle Mächte das kleine Fürstentum bedrängen und die blonde Hollywood-Schöne Grace Kelly zur wirklichen Hoheit mit Herz reifen lassen. Wie Nicole Kidman als charismatische Grace über sich hinauswächst und mit Diplomatie die internationale Politik in Bann schlägt, ist emotional spannend inszeniert. Dahan fokussiert sich auf den inneren Konflikt der Schauspielerin und Stilikone zwischen künstlerischer Entfaltung und Pflichterfüllung gegenüber ihrem Mann Rainier und dessen Land. Geschickt hält der Film die Balance zwischen Schicksalsdrama und Politthriller. Und auch Kidmans Unnahbarkeit passt perfekt zur Rolle der unglücklichen Landesmutter. Rainiers Dauerfehde mit dem millardenschweren Reeder Onassis und dessen Affäre mit Operndiva Maria Callas sorgen darüber hinaus für zusätzlichen Glamour. Es sind letztlich die in der Hitze flirrenden Landschaftsbilder von Kameramann Eric Gautier, die im Gedächtnis bleiben, der Moment des persönlichen Umbruchs sowie die komplexe und immer noch geheimnisvolle Grace Kelly, die mit nur 52 Jahren bei einem Autounfall starb.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
17.45 17.45
20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
> Weitere Vorstellungen folgen.

DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER – 125 min. – Ab 12 J.
Boy meets Girl. So fangen fast alle Liebesgeschichten an. Bei der 16-jährigen Hazel (Shailene Woodley) durchkreuzt jedoch eine teuflische Krankheit die Unbekümmertheit der Jugend. Vor drei Jahren erhielt sie und ihre Familie die niederschmetternde Diagnose: Krebs. Das ist auch der Grund, weshalb Hazel nie ohne Sauerstoffflasche das Haus verlassen kann. Zur Schule geht sie schon länger nicht mehr. Stattdessen soll sie eine Selbsthilfegruppe besuchen, befürchtet ihre Mutter (Laura Dern) doch, sie könne ansonsten eine Depression entwickeln. Auf den Treffen lernt sie schließlich den an Knochenkrebs erkrankten, gleichzeitig aber unglaublich lebenshungrigen, optimistischen Gus (Ansel Elgort) kennen. Hazel und Gus entwickeln eine besondere Freundschaft. Sie sind Seelenverwandte, jedoch lange Zeit kein typisches Paar. Genauso untypisch ist der Blick, mit dem diese Verfilmung eines weltweit erfolgreichen Jugendbestsellers auf seine Protagonisten und ihr Schicksal schaut. Der US-Amerikaner John Green schuf mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ einen Roman, der sich erstaunlich ehrlich, ungefiltert und stets voller Respekt einem schwierigen Sujet nähert. Den eigenen Tod als ständigen Begleiter vor Augen passen Hazel und Gus nicht in das Raster einer unschuldigen Teenager-Liebe. Und doch fühlt sich das, was beide zusammen erleben, durchaus recht ähnlich an. Regisseur Josh Boone stand vor der Herausforderung, diese einzigartige Stimmung auf den Film zu übertragen, was ihm am Ende bravourös gelingt. So wechseln sich hinreißend komische Momente immer wieder mit melancholischen und emotional durchaus heftigen Passagen ab, in denen Hazels Erkrankung schonungslos ihren Tribut fordert. Im Mittelpunkt stehen hier zudem weniger Krankheit oder Tod, sondern die pure Lust am Leben und eine wunderbare Freundschaft, von der man nur zu gerne jeden einzelnen Augenblick festhalten würde. Ein seltener Glücksfall für das viel zu oft mutlose US-Kino. Eine Geschichte voller universeller Themen, die sowohl Jugendliche als auch eine ältere Generation gleichermaßen ansprechen dürfte.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
20.30
18.00 20.30 20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
> Weitere Vorstellungen folgen.

 EINMAL HANS MIT SCHARFER SOSSE – 96 min. – Ab 6 J.
Hatice hat ein Problem: Sie braucht dringend einen Mann. Denn ihre jüngere Schwester ist schwanger und muss so schnell wie möglich heiraten. Das darf sie allerdings erst, wenn auch Hatice unter der Haube ist, so will es eine alte anatolische Tradition, an der Vater Ismail eisern festhält. Ein Türke soll es auf keinen Fall sein, sondern ein Deutscher, in dem aber gehörig das türkische Feuer lodern sollte! Doch woher nehmen, diesen "Hans mit scharfer Soße"? In der Tradition erfolgreicher Culture-Clash-Comedies steht der Multi-Kulti-Spaß von Buket Alakus. Die Adaption des Bestsellers von Hatice Akyün spielt mit sämtlichen Klischees deutsch-türkischer Eigenheiten, Sitten und Gebräuche, und ironisiert sie liebenswert, locker-leicht und witzig. Eine bestens unterhaltende Sommerkomödie, ein Culture-Clash-Spaß zum Ablachen.


Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
20.30
18.00 20.30 20.30 20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
> Weitere Vorstellungen folgen.

BEZIEHUNGSWEISE NEW YORK – 115 min. – Ab 6 J.
„Ich bin hier in New York, um in der Nähe meiner Kinder zu sein, die ich mit einer Engländerin habe und die nach New York zu einem Amerikaner gezogen ist. Ich habe ein Kind mit zwei Lesben und ich bin mit einer Chinesin verheiratet, um Amerikaner zu werden. Und das Leben ist nicht kompliziert?“ Nach Barcelona (L´auberge espagnole …), Paris und St. Petersburg zieht es den beziehungstechnisch schwer vermittelbaren Xavier nun nach New York. Auch der dritte Teil von Cédric Klapischs loser Trilogie um Beziehungen in der globalisierten Welt überzeugt durch komplexe Charaktere, vielfältige Beziehungsmodelle und Lebensklugheit. Der Komödien-Hit aus Frankreich ist die gelungene Mischung aus RomCom und bissiger Großstadt-Satire. Sein Beziehungsreigen über das Leben und die Liebe steckt voller kleiner Wahrheiten, hellsichtiger Momente und pointierter Szenen. Mit Romain Duris, „Amélie“ Audrey Tautou, Cécile de France, Kelly Reilly.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
20.30
: Letzte Vorstellung.
DER 100JÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND – 113 min. – Ab 12 J.
32 Wochen auf Platz Eins der Spiegelbestsellerliste: Jonas Jonassons kultiges Erstlingswerk schrie sozusagen nach einer Verfilmung. Seine Mischung aus lakonischer Satire und intelligenter Geschichtsstunde traf offenkundig einen Nerv. Und was Felix Herngren daraus gemacht hat, ist zum Schreien komisch und passt zum Trend, alte Menschen nicht in die Ecke zu stellen, sondern aufmüpfig durchs Rest-Leben ziehen zu lassen. Allan Karlsson ist einer dieser "Senioren", die sich nicht im Altenheim betütteln lassen wollen. Seinen 100. Geburtstag mag er nicht mit Luftballons, Liedern und Kuchen feiern, er macht sich klammheimlich auf die Filzpantoffeln, raus aus dem Fenster, rein in ein neues Abenteuer. Mit 100 ist schliesslich noch lange nicht Schluss. Schwedens Komiker-Ass Robert Gustafsson mimt den schlitzohrigen Oldie mit hinterhältiger Chuzpe und lässt in seinen Anekdoten aus sehr eigenwilliger Perspektive das politische Geschehen des 20. Jahrhunderts Revue passieren, sein Wodka-Besäufnis mit Stalin, den Stress mit Albert Einsteins Halbbruder, seine Begegnung mit Franco, Kontaktpflege zu wichtigen Geheimdiensten. Natürlich mischte er auch kräftig mit beim Bau der Atombombe und dem Fall der Berliner Mauer. Skurriler Humor inklusive kleiner Morde unter Mafiagesellen, eine große Unverzagtheit und Lust an der Subversion prägen diese Geschichte über einen Querdenker, der sich ganz cool nach dem Motto seiner Mutter "Es ist, wie es ist, und wie's kommt, so kommt's" durchs Leben laviert. Herngren enttäuscht die hohen Erwartungen nicht, setzt auf herrliche Situationskomik und eine bunte Schauspielerriege, und nicht zu vergessen Elefantendame Sonja, die schon mal eingreift, wenn's nötig ist und wie die anderen ihren Lebensabend unter Palmen genießt.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14

20.30 20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
: Weitere Vorstellungen folgen.

GRAND BUDAPEST HOTEL - 101 min. – Ab 12 J.
Ein Schriftsteller kommt im Grand Budapest Hotel, das schon bessere Zeiten erlebt hat, mit einem Stammgast ins Gespräch. Er erfährt, dass ihm das Hotel einst gehörte und er dort als Lobbyboy angefangen hatte. Dies war zu einer Zeit, als der galante Monsieur Gustave noch für makellosen Service sorgte, insbesondere gegenüber der weiblichen Klientel, und in ein erstaunliches Abenteuer gerät, als er im Testament einer reichen Witwe berücksichtigt und bald als deren Mörder gejagt wird. Eine wunderbar schräge und originelle Komödie von Regiemeister Wes Anderson mit einem herausragenden Ensemble, darunter Ralph Fiennes, Jude Law, Willem Dafoe, Adrien Brody, Tilda Swinton, Jeff Goldblum und Bill Murray. Die Kombination von unverwechselbarer filmischer Handschrift mit ungebrochenem Gespür für skurrile Charaktere und eine wunderbar absurde, anrührende, bisweilen konditorsüße Geschichte hebt den Film deutlich ab von "gängigen" Erzählweisen. Die historischen wie räumlichen Referenzen sind verfälscht aber dennoch verständlich. Die Verfremdung ist dabei kein Selbstzweck oder Umschiffen einer Sorgfalt im Umgang mit bestimmten historischen Kontexten. Es ist viel mehr ein klares Bekenntnis für eine Fiktion, die ihre eigene Wichtigkeit hat. Ein Concierge erklärt dem Lobby Boy die Bedeutung seiner Aufgabe und die Regeln, die er zu befolgen hat. Im Kern bedeuten diese Regeln, seinen Job, sich selbst und alle Anderen zu respektieren und mit Anstand zu behandeln. Im Laufe des Filmes hat man Gelegenheit, den Erfolg dieser Lebensphilosophie in den absurdesten und scheinbar ausweglosen Situationen erleben zu dürfen. Die Figuren werden dabei nie dogmatisch oder verlieren ihre menschlichen Schwächen. Es sind die politischen Systeme, die behaupten, diese Schwächen überwunden zu haben, und die so dem Grand Budapest Hotel über die Jahrzehnte hinweg versuchen, den Charme zu rauben.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
20.30 20.30 20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
: Weitere Vorstellungen folgen.

MANDELA – DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT – 147 min. – Ab 12 J.
Kaum ein anderer Mensch hat die Weltpolitik unserer Zeit so beeinflusst wie Nelson Mandela. Hier ist seine außergewöhnliche Lebensgeschichte, die einen dramatischen Bogen von seiner Kindheit, der ersten großen Liebe und seinem beginnenden Kampf gegen die Apartheid spannt bis zu seiner Amtseinführung als erster Präsident des demokratischen Südafrikas. Natürlich ist es unmöglich, sein Leben, er starb am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren, in knapp zweieinhalb Stunden zu würdigen. Bildgewaltig wird die zutiefst persönliche Geschichte eines Mannes porträtiert, der sich konsequent allen Widerständen entgegenstellt, um für ein besseres Leben in seinem Heimatland zu kämpfen. Noch während seiner 27-jährigen Haftstrafe auf der berüchtigten Gefängnisinsel Rykers Island stieg Nelson Mandela zum charismatischen Führer der Anti-Apartheid-Bewegung auf und zum weltweiten Symbol für friedlichen Widerstand. Eine grosse filmische Huldigung, die vor allem als Anreiz überzeugt, sich mit dieser Jahrhunderfigur zu beschäftigen, gerne hätte man aber mehr erfahren über die politische Willensbildung, über die innere charakterliche Wandlung des Helden, über die schillernden Facetten, die eine Lichtfigur erst menschlich machen. Idris Elba imitiert gekonnt dessen Haltung und macht das Charisma, das "Kraftfeld", das Mandela laut Zeitzeugen umgab, begreiflich. Naomie Harris ist als Winnie eine Frau, mit der man sich ungern anlegen würde. Daneben erzeugen besonders Mandelas Treffen mit den Präsidenten Botha und De Klerk Gänsehaut. Auch das Produktionsdesign dieses bis jetzt teuersten südafrikanischen Films ist der Größe des Nationalhelden angemessen. Mandela beschreibt die Entstehung einer modernen Ikone, die die Aufhebung der Rassentrennung und damit eine langersehnte politische Wende in Südafrika herbeiführte und ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an einen Menschen, der durch seinen unermüdlichen Kampf für Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit die ganze Welt verändert hat.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
20.30



: Letzte Vorstellung.

Deutscher Filmpreis 2014:   DAS FINSTERE TAL – 115 min. – Ab 12 J.
Über einen versteckten Pfad, irgendwo hoch oben in den Alpen, erreicht ein einsamer Reiter ein kleines Dorf. Unverhohlenes Misstrauen schlägt ihm entgegen. Die Söhne des Brenner-Bauern, der über Wohl und Wehe der Dorfbewohner entscheidet, hätten ihn wohl weggejagt. Doch für eine Handvoll Goldmünzen wird ihm den Winter über Quartier gewährt. Die bevorstehende Hochzeit der jungen Luzi scheint derweil wie ein dunkler Schatten über den Bewohnern des Tals zu liegen. Und dann kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Brenner-Sohn sein Leben lässt. Hat der Fremde gar eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen? Andreas Prochaska zählt in seiner Heimat Österreich zu den künstlerisch und kommerziell erfolgreichsten Regisseuren. Seine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers mit Sam Riley ist eine furiose Mischung aus vielschichtigem Western und packendem Drama. Prochaska bietet ein meisterhaftes Rachestück, mit archaisch anmutenden Bildern zelebriert der Regisseur die unwirtliche Landschaft im winterlichen Alpental. Wie es sich für Western und Heimatfilm gehört, sind Gut und Böse schnörkellos verteilt und werden hier exzellent dargeboten. Tobias Moretti spielt seinen fiesen Bösewicht bis zum Anschlag. Paula Beer mimt die naive Braut, die sich traut. Und Sam Riley wandelt als wortkarger Einzelgänger mit unangestrengter Coolness in den „Pale Rider“-Spuren von Clint Eastwood. Sehenswürdiges Genrekino, ein packender Austria-Western. Ein Kinoerlebnis.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
20.30 20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
: Weitere Vorstellungen folgen.

Anlässlich des Geburtstages von Walter Schultheiß nochmals für kurze Zeit bei uns im Programm.
GLOBAL PLAYER - WO WIR SIND ISCH VORNE – 98 min. – Ab 6 J.
Regisseur Hannes Stöhr ist Exil-Schwabe in Berlin. Nach seinen vielbeachteten Erfolgen „Berlin is in Germany“ und „Berlin Calling“ kehrt der in Hechingen geborene Filmemacher nun in die Heimat zurück. Sein neuer Film erzählt realitätsnah und spannend von einem traditionsreichen schwäbischen Familienbetrieb in der Krise, der vor dem Zugriff der Chinesen gerettet werden soll. Die Frage, wie man den gebeutelten Betrieb in die Zukunft führen soll, führt zu einem handfesten Generationenkonflikt. Doch nur, wenn die gesamte Familie an einem Strang zieht, kann die Firma in Hechingen auch zum "Global Player" werden. Das Thema des Films könnte aktueller nicht sein. Kleine Firmen, die von großen Konzernhaien geschluckt werden, dazu alte Unternehmensphilosophien, die neuen weichen müssen. Stöhr nutzt diesen Hintergrund für seine tragische Komödie rund um die Familie Bogenschütz, die auch deutlich macht, wie dramatisch und packend wirtschaftliche Themen sein können. Walter Schultheiß verkörpert die Generation der Gründer auf eine wunderbar bärbeißige und trotzige Art und Weise. Die Erhaltung des Lebenswerks ist eine tief tragische Komponente des Films. Doch auch der Humor kommt nicht zu kurz. Fast schon absurd wirken die zählen Verhandlungen mit den chinesischen Großinvestoren, wenn Maultasche auf Essstäbchen trifft. Zusammen mit einem typisch schwäbischem Dialogwitz, einem wunderbaren Setting zwischen verträumtem Landleben und asiatischer Kühle sowie authentischen Figuren mit Ecken und Kanten wird aus dem Film mit regionalem Touch eine Zustandsbeschreibung der allgemeinen Wirtschaftssituation. Charme und Tiefgang in einem. Als ganz großer Trumpf entpuppt sich Hauptdarsteller Walter Schultheiß. Für den schwäbischen Grantler mit harter Schale und goldenem Herzen ist der 89-Jährige Volksschauspieler die Idealbesetzung schlechthin. Als ein von verdrängten Kriegserlebnissen bis heute traumatisierter älterer Herr, der seiner verlorenen Jugend nachtrauert und sich für die Nazi-Gräuel schämt, gibt der 89-Jährige eine grandiose Glanzvorstellung, die unter die Haut geht, vielleicht die Rolle seines Lebens. Eine sympathische, mit großartigen Darstellern besetzte Mischung aus Wirtschaftsdrama und Heimatkomödie, die den richtigen Mix aus Tragik und Heiterkeit findet.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
20.30 20.30
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
: Weitere Vorstellungen folgen.

Angelina Jolie   MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE – 95 min. – Ab 6 J.
Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin, die am Tag ihrer Geburt von einer bösen Fee mit einem Fluch belegt wurde. Vor ihrem 16. Geburtstag werde sie sich an einer Spindel stechen und in einen hundertjährigen Schlaf fallen. So beginnt es, das Märchen vom "Dornröschen". Doch was, wenn alles ganz anders war? Jedes Märchen dreht sich um den ewigen Kampf Gut gegen Böse. Der neue Film aus dem Hause Disney geht ein außergewöhnliches Wagnis ein: Er erzählt einen Märchenklassiker neu, aus der Perspektive der vermeintlich bösen dunklen Fee Maleficent. Als diese eine junge Fee war, verliebte sie sich in den Menschenjungen Stefan, der sie jedoch verriet, um König zu werden. Verbittert zog sich Maleficent in das Land der Moore zurück und schwor kaltblütig Rache. Als Stefan und seiner Frau die kleine Aurora geboren wird, scheint der Moment der Vergeltung gekommen. Doch mit einem hat Maleficent nicht gerechnet: dass dieses kleine Wesen ihr Herz berührt. Mit epochaler Wucht und einem perfekten Mix aus Realfilm und digitaler Animation inszeniert Robert Stromberg die Neufassung eines traditionellen Volksmärchens. Dabei lässt sich der Film Zeit, den Zuschauer in die Welt der Menschen und Elfen einzuführen, in der anfangs noch Licht und Farben dominieren und die nach und nach in ein Reich der Düsternis und Rätsel verwandelt wird. Herrscherin dieser Welt ist Maleficent, die Angelina Jolie mit eindrücklicher Ambivalenz verkörpert. Ihre Erscheinung als emanzipierte Heldin ist imposant und furchteinflößend zugleich, ihr Gesicht eine kühle Maske aus Eis und Stein. Ihr aber dabei zuzusehen, wie ihr Zynismus und ihre abgebrühte Haltung der Liebe eines Kindes nicht lange Stand halten können, ist für den Zuschauer unterhaltsam und tief berührend. Auf der Leinwand entsteht eine faszinierend lebendige Welt voller fantastischer Wesen und Ereignisse. Die gelungene und überwältigende Neuinterpretation eines Klassikers, die das Neue einfügt und sich vor dem Alten verbeugt. Und die zeigt, dass Gut und Böse keine unumstößlichen Fixpunkte sind. Auch im Märchen nicht.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14


15.45
15.45 15.45
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
: Letzte Vorstellungen.

DAS MAGISCHE HAUS – 85 min. – Ab 0 J.
Auf der Suche nach einer neuen Bleibe landet der streunende Kater Thunder im Haus des alten Zauberers Lawrence, der dort mit einem lustigen Mini-Zoo und äußerst lebendigen Spielsachen wohnt. Die neue Bleibe ist unsicher, der geldgierige Neffe des Magiers will das Anwesen meistbietend verkaufen. Thunder tut sich mit Maggie, der Maus, Edison, der Glühlampe, Stomp, dem Kaugummiautomaten und vielen anderen kuriosen Kreaturen aus dem magischen Haus zusammen, um die Pläne des fiesen Anverwandten zu durchkreuzen. Das neue belgische Animationsabenteuer von den Machern von „Sammys Abenteuer“ von Regisseur Ben Stassen ist eine zauberhafte Geschichte, die schon kleine Zuschauer begeistern wird, und die auf die Kraft der Geschichte und die liebevoll gezeichneten und animierten Charaktere vertraut. Besonders auffällig ist dabei, dass, obwohl es durchaus um große Werte wie Freundschaft, Solidarität und Außenseitertum geht, der Film den richtigen Ton und eine Balance aus Emotionalität und Unterhaltung findet, ohne ins Rührselig-Kitschige abzugleiten, was gerne mal bei US-Produktionen geschieht. Kindgerecht ist auch das Erzähltempo des Filmes, das auf rasante Sequenzen immer wieder Phasen der Erholung einbaut. Mit diesem Zauberhaus hat sich Ben Stassen selbst übertroffen. Ein zauberhafter Märchen-Trickfilm.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
15.45
: Letzte Vorstellung.

TINKERBELL UND DIE PIRATENFEE – 78 min. – Ab 0 J.
Die experimentierfreudige, auch etwas vorwitzige Fee Zarina entführt den blauen Feenglanz aus Nimmerland und überlässt ihn der Piratenschar mit dem jungen James als intriganten Anführer. Sie wird durch ihre Tat zur Piratenfee, die dann erst zu spät merkt, dass sie nur ausgenutzt wurde. Die Rettung bringt die kleine Tinkerbell mit ihren fünf Freundinnen, sodass am Ende wie in jedem Märchen für diese Altersgruppe das Böse bestraft wird und die Guten ein rauschendes Fest feiern können. TINKERBELL UND DIE PIRATENFEE ist bereits das fünfte Abenteuer der kleinen Feen aus Nimmerland, das diesmal auch den Blick öffnet auf die Piratenwelt, in der sich auch eine Figur wie Hook findet, der schon als junger Pirat verschlagen und hinterlistig war. Ein amüsanter Fabel-Spaß, der alle Ingredienzien enthält, die man von einem Produkt aus dem Hause Disney erwarten darf.

Mo 21.7.14 Di 22.7.14 Mi 23.7.14 Do 24.7.14 Fr 25.7.14 Sa 26.7.14 So 27.7.14 Mo 28.7.14 Di 29.7.14 Mi 30.7.14
15.45 15.45
Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
: Weitere Vorstellungen folgen.