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Der neue grosse Saal sagt hallo!Kinoansicht. S-Bahn Obertürkheim: 200m geradeaus und gleich links sehen Sie mich! Gastro

Zwei Filmbesessene, die an einem wahnwitzigen Vorhaben festhielten, nämlich einen Raddampfer über einen Hügel im Regenwald ziehen zu lassen. Erinnern Sie sich?
Klaus Kinski und Claudia Cardinale in Werner Herzogs  FITZCARRALDO (1981 - 158 min. - Ab 12 J.)
Verlängert nochmals um eine letzte Vorstellung:
Freitag, 15.7. 20.15 Uhr.

Jetzt reservieren. Tel. 0711/9189640.  Ganz einfach: einfach aufsprechen.

JK
Am 14. Juni 2015 gab Jonas Kaufmann seinen lang erwarteten Solo-Abend an der Mailänder Scala. Dieser legendäre Auftritt steht im Mittelpunkt dieses Konzertfilms, ergänzt durch einen Kommentar vom Star-Tenor selbst. Eine der mitreißendsten Darbietungen, die die Musikwelt heute zu bieten hat. Mit Arien und Szenen aus  TURANDOT, TOSCA, MANON LESCAUT ...
JONAS KAUFMANN: EIN ABEND MIT PUCCINI  (129 min.)
Freitag 8.7. 20.15 Uhr. Samstag 9.7. 17.30. Donnerstag 14.7. 19.30. Sonntag 17.7. 17.30. Sonntag 24.7. 19.30.

Jetzt reservieren. Tel. 0711/9189640.  Ganz einfach: einfach aufsprechen.

Unser Programm von Mittwoch, 22.6. bis Freitag, 8.7.16.

KINOTHEK 1 Beginn DATUM KINOTHEK 2 Beginn
SÜDAFRIKA - DER KINOFILM
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
ICH BIN DANN MAL WEG
15.45
18.00
20.30
Mi 22.6. FREISTATT***
DIE KOMMUNE
A BIGGER SPLASH
15.45
18.00
20.30
Heute keine Vorstellungen.
Do 23.6. Heute keine Vorstellungen.
NEU   MONSIEUR CHOCOLAT 20.15 Fr 24.6. NEU   HOW TO BE SINGLE 20.15
ICH BIN DANN MAL WEG
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
17.30
20.15
Sa 25.6. DIE KOMMUNE***
Das TAGEBUCH der ANNE FRANK
17.30
20.15
Heute keine Vorstellungen.
So 26.6. Heute keine Vorstellungen.
EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG 20.15 Mo 27.6. TAXI Nach dem Roman von Karen Duve*** 20.15
MONSIEUR CHOCOLAT 20.15 Di 28.6. HOW TO BE SINGLE 20.15
SÜDAFRIKA - DER KINOFILM 20.15 Mi 29.6. A BIGGER SPLASH 20.15
Heute keine Vorstellungen.
Do 30.6. Heute keine Vorstellungen.
MONSIEUR CHOCOLAT 20.15 Fr 1.7. HOW TO BE SINGLE 20.15
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL 18.30 Sa 2.7. ICH BIN DANN MAL WEG 18.30
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL 18.30 So 3.7. ICH BIN DANN MAL WEG 18.30
MONSIEUR CHOCOLAT 20.15 Mo 4.7. HOW TO BE SINGLE 20.15
SÜDAFRIKA - DER KINOFILM 20.15 Di 5.7. A BIGGER SPLASH*** 20.15
EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG** 18.30 Mi 6.7. Das TAGEBUCH der ANNE FRANK*** 18.30
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL 18.30 Do 7.7. ICH BIN DANN MAL WEG** 18.30
NEU  Jonas Kaufmann: EIN ABEND MIT PUCCINI 20.15 Fr 8.7. HOW TO BE SINGLE* 20.15
* NUR NOCH KURZE ZEIT  |   ** VORAUSSICHTLICH LETZTE VORSTELLUNG.  |    *** LETZTE VORSTELLUNG.   |   ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR!
Wie zeigen jeweils die deutsche Fassung (2D), wenn nicht anders angegeben.  |  OF=Originalfassung  | OmU=Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
 Weitere Spieltage der einzelnen Filme stehen noch nicht fest. Aktualisierung des Programms jeden Montag nachmittag bis zum Mittwoch der Folgewoche.
Wir erstellen unser Filmprogramm im 7-Tage-Rhythmus! Zu Ihrer Information: Filme laufen bei uns, aufgrund der Fülle an Filmen, die für uns interessant sind und bei
nur zwei Kinosälen, nicht täglich(!) innerhalb der Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch), sondern wir zeigen diese über Wochen hinweg immer wieder tageweise.
Wie lange Ihr Wunschfilm noch bei uns im Programm sein wird?  Im obigen Spielplan können Sie von weiteren Vorstellungen eines Films ausgehen, sofern dieser nicht mit einem Stern gekennzeichnet ist. Bei den unten folgenden Kurzinhalten zu den Filmen machen wir jeweils in weiss hinterlegter Schrift eine vorsichtige Einschätzung,
wie lange wir den jeweiligen Film noch zeigen werden. Alle diesbezüglichen Angaben sind ohne Gewähr.


MONSIEUR CHOCOLAT - 119 min. - Ab 12 J.
Die wahre Geschichte des ersten schwarzen Clowns der französischen Zirkushistorie: 1897. In einem kleinen Zirkus in der Provinz arbeitet auch der ehemalige schwarze Sklave Raphael Padilla (Omar Sy), der als wilder Kannibale auftritt. Der weiße Clown Footit (James Thierée, ein Enkel von Charles Chaplin) jedoch sieht in Raphael die Chance, seiner darbenden Karriere noch einmal Schwung zu verleihen: Er überzeugt den Zirkuschef davon, ihn zusammen mit Raphael auftreten zu lassen. Ein schwarz-weißes Clowns-Duo, das hatte es bis dahin noch nicht gegeben, das Duo wird zur Sensation! Doch der große Ruhm treibt nicht nur einen Keil in die Freundschaft der beiden, sondern lassen „Chocolat“ auch feststellen, dass er Feinde hat, die den Erfolg eines schwarzen Künstlers nicht dulden. Raphael merkt, dass er in erster Linie als Clown akzeptiert ist, aber nicht als Mensch, dass vor allem über ihn gelacht wird, nicht mit ihm. Wehe, er versucht aus seiner Rolle auszubrechen, wehe er will mehr sein als nur der ulkige Prügelknabe. Dies ist der interessante Aspekt in Roschdy Zems Film, mit dem haitianischen Intellektuellen Victor lernt Raphael einen Mann kennen, der ihm die wirkliche Position der Schwarzen in Frankreich aufzeigt. Durch ihn realisiert er, dass er sich im wahrsten Sinne des Wortes zum Clown macht und mit seinem Auftritt eher Vorurteile bestärkt. Dass er im folgenden beim Versuch, als "ernsthafter" Künstler zu reüssieren scheitert, ist die bittere Ironie. Gerade dieser Aspekt, der auch in der heutigen Zeit immer wieder zu beobachten ist, lässt "Monsieur Chocolat", auch wenn er Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, in seinen besten Momenten zu einem Kommentar über die Gegenwart werden.
Weitere Vorstellungen folgen.

HOW TO BE SINGLE - 110 min. - Ab 12 J.
Wie verhält man sich als Single in der Stadt, die niemals schläft? Nie war es normaler, Single zu sein als heute, und dank unzähliger Dating-Möglichkeiten wohl nie komplizierter. Manche Singles genießen Unabhängigkeit, Flirts und Partys, andere wünschen sich nichts sehnlicher als einen Partner. Wie schafft man es, alleine glücklich zu sein, anstatt sich nach einer Trennung gleich in die nächste Beziehung zu stürzen? Hier machen sich vier Frauen in New York auf die Suche nach der Antwort. Eine wirklich befriedigende finden sie nicht. Regisseur Christian Ditter und sein Drehbuchtrio folgen den bekannten Mustern des Romantikkinos, geben ihnen aber immerhin einen durchaus zeitgemäßen und frechen Anstrich, wenngleich dies natürlich kein Ratgeber für das reale Singleleben ist, dafür ist dieses Hollywood-Märchen zu weit weg von der Lebenswirklichkeit. Wirklich starke Frauen, die alleine glücklich sind und als Single zu sich selbst finden, kommen hier nicht vor. Richtig freigestrampelt hat sich auch Alice, die sich von ihrem Langzeitfreund trennt und in ihrer Arbeitskollegin eine Ratgeberin sucht, von ihrer Abhängigkeit von anderen bis zum Schluss nicht.
 
Weitere Vorstellungen folgen. Nur für kurze Zeit.

DIE KOMMUNE - 111 min. - Ab 12 J.
Wenn der einstige „Dogma“-Aktivist Thomas Vinterberg („Das Fest“) einen Blick auf das chaotische Leben einer Kommune im Kopenhagen der 70-er Jahren wirft, fällt das Ergebnis etwas rigoroser aus als üblich. Geschwätziges Polit-Palaver, großspurige Kiffer-Gemütlichkeit oder obligatorische Orgien sind in dieser Kommune ersatzlos gestrichen. Der findige Däne reduziert sein autobiografisches Drama auf ein vergnügliches Figurenkabinett, um zu zeigen, wie sich das Individuum in der Gruppe verhält. Die existenziellen Themen um Liebe, Lügen und Verlust werden souverän in situationskomischem Zuckerguss verpackt. Vinterberg seziert die emotionalen Höhen und Tiefen des Familienlebens und das Chaos aus Lügen und Liebe, dass er einst selbst seine Kindheit in einer Kommune verbrachte und, wie der Held im Film, seine Gattin für eine jüngere Frau verlassen hat, sorgt für zusätzliche Authentizität. Ulrich Thomsen überzeugt mühelos als schwer verliebter Familienvater mit sichtlich schlechtem Gewissen. Derweil Trine Dyrholm als tief verletzte und verunsicherte Partnerin eine wahre Tour-de-Force liefert, für die sie auf der Berlinale als große Favoritin für den Schauspiel-Bären galt und auch die Jury unter Meryl Streep überzeugte.
Letzte Vorstellungen.

EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG - 98 min. - Ab 6 J.
Nach Vorlage des Romans von Dave Eggers erzählt Tom Tykwer mit gewohnt visuellem Einfallsreichtum die klassische Untergeher-Geschichte über einen Mann Mitte 50, der schmerzhaft erkennt, dass ihn der globalisierte Geschäftsbetrieb längst gnadenlos ausrangiert hat. Oscar-Preisträger Tom Hanks gibt einmal mehr mit souveränem Charme und makelloser Glaubwürdigkeit den perfekt sympathischen Jedermann, der ebenso wacker wie bemitleidenswert gegen die Mühlen der Ungerechtigkeit kämpft. Kaum einer hält die Balance zwischen künstlerisch ambitionierten und kommerziell erfolgreichen Filmen so souverän erfolgreich wie Tom Tykwer. Wie in „Cloud Atlas“ gibt sich Tom Hanks die Ehre. Diesmal versucht er als Handelsreisender dem König von Saudi-Arabien eine moderne Telefonanlage aufzuschwatzen. Dabei zwingt nicht nur die Mentalität seiner Geschäftspartner den modernen Don Quichotte zum Kampf gegen Windmühlen in der Wüste. Auch die längst schwelende Liebes- und Lebenskrise gilt es, fern der Heimat, endlich zu bewältigen. Amüsant, kurzweilig und ziemlich clever entwickelt sich ein Märchen aus 1001 Nacht der etwas anderen Art. Mit Tom (Berlin) und Tom (Hollywood) hat sich ein dynamisches Duo gefunden, das nachhaltiges Arthaus-Kinos so lässig wie unterhaltsam zu präsentieren versteht.
Nur noch kurze Zeit.
A BIGGER SPLASH – 124 min. – Ab 12 J.
David Hockneys 1967 entstandenes Gemälde »A Bigger Splash« setzt auf ironische Weise Kontraste in Szene: einen menschenleeren Bungalow, einen Pool, ein Sprungbrett und große, davor aufsteigende »Spritzer«. Ein Moment, gefroren für die Ewigkeit. Gerade dieses Wechselspiel, in dem die Zeit und das Wirken des Menschen relativ werden, dürfte Regissuer Luca Guadagnino gereizt haben. Zumindest verbeugt er sich nun mit dem Titel seines freien Remakes von Jacques Derays existenzialistischem Thriller »Der Swimmingpool« vor Hockney. Das berühmte Künstlerehepaar Paul und Marianne reist auf die idyllische Insel Pantelleria, um in der Abgeschiedenheit Urlaub zu machen. Die Stille gerät abrupt ins Wanken, als sie unerwartet Besuch von ihrem alten Freund Harry und dessen attraktiven Tochter Penelope bekommen. Schon bald entfesseln verbotene Leidenschaften einen gewaltsamen Strudel, in dem die Schwächen der Protagonisten mehr und mehr zum Vorschein kommen und zur Zerreißprobe werden, indem sich jeder ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen will, der Regisseur aber damit vielmehr das Schweigen und die Unfähigkeit zeigt, auf die Welt und die Menschen zu reagieren. Es ist erschreckend und zugleich komisch zu sehen, wie sie sich in die große Leere ihres Lebens fügt, während er verzweifelt gegen sie ankämpft. Genau in Momenten des Stillstands entwickelt der langsame Erzählrhythmus des Films eine ungeheure Wucht. Eine brillant inszenierte Mischung aus Eifersuchtsdrama, Krimi & Komödie, getragen von einem herausragenden Schauspielquartett (Tilda Swinton, Ralph Fiennes, Matthias Schoenaerts, Dakota Johnson. 
Letzte Vorstellungen.
TAXI, nach dem Roman von Karen Duve – 98 min. – Ab 12 J.
Ein flüchtiger Schimpanse, ein Auto-Totalschaden, missgünstige Kollegen und ein gerade einmal 1,38 Meter großer, überaus charmanter Mann. Spröde, nordisch unterkühlt und dabei doch voller Wahrheiten über das Leben: Dies ist Kerstin Ahlrichs Spielfilmdebüt über eine orientierungslose Frau, die sich als Taxi-Fahrerin versucht, basierend auf dem autobiographisch geprägten Roman von Karen Duve, die selbst das Drehbuch schrieb. Eine tolle Hauptdarstellerin, bunte Charaktere und viel 80er Jahre-Feeling machen das melancholische Selbstfindungsdrama nach dem Spiegel-Bestseller zu einem großen Vergnügen.
Letzte Vorstellung.
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL – 101 min. – Ab 0 J.
Wie ein Himmelskörper landet Pierre im Leben der gerade verwitweten Birnen- und Lavendelbäuerin Louise und ihrer beiden Kinder. Ein Mann im Jetzt und Hier, scheinbar ohne Vergangenheit und Zukunft. Auf dem Nachhauseweg knallt er ihr unvermittelt vor die Motorhaube und rennt erst mal verstört ins nächste Feld. Er wirkt verwirrt und seltsam aus der Zeit gefallen, sie nimmt ihn kurzerhand mit zu sich nach Hause, ins nahe gelegene provenzalische Landhaus. So nimmt eine romantische Komödie ihren Lauf, die gegen den Strich gebürstet ist, weil Liebe im klassischen Sinn für beide nahezu ausgeschlossen ist. Für Louise, weil sie um ­ihren gerade verstorbenen Mann trauert, und für Pierre, weil ihm als Autisten Gefühle und Berührungen fremd sind. Manchmal kann ein kleiner Unfall auch ein unverhoffter Glücksfall sein: Könnte es sein, dass ausgerechnet dieser sensible Eigenbrötler die Lösung für ihre Probleme kennt? Éric Besnards modernes Märchen entführt uns in eine Welt voller kleiner Wunder, es ist eine Begegnung mit dem Anderssein, die von der Schönheit der Unschuld erzählt und von der Stärke in der Zerbrechlichkeit. Eine unromantische und doch märchenhafte Begegnung einer trauernden Obstbäuerin und eines ­charmanten Autisten. 
Weitere Vorstellungen folgen.

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK -  128 min. - Ab 12 J.
Im März 2015 jährte sich zum 70. Mal der Todestag von Anne Frank. Jetzt ist erstmals eine deutsche Kinoproduktion zum Schicksal des jüdischen Mädchens entstanden, das weltweit bekannt ist und Generationen von Schülerinnen und Schülern das Grauen der Naziherrschaft vor Augen führte. Regie führte Hans Steinbichler, das Drehbuch schrieb der renommierte Autor und Produzent Fred Breinersdorfer, der schon die herausragenden Bücher zu „Sophie Scholl“ und jüngst „Elser“ schrieb. Die Geschichte ist bekannt: Wegen der Anfeindungen gegen die Juden in Deutschland durch die Nazis zieht Otto Frank 1934 mit seiner Frau und den zwei Töchtern von Frankfurt ins vermeintlich sichere Amsterdam. Als die Nazis die Niederlande überfallen und eine Flucht ins Ausland nicht mehr möglich ist, sorgt Vater Frank mit einer Geheimunterkunft in einem Hinterhaus vor. Acht Menschen verbringen hier mehr als zwei Jahre auf wenigen Quadratmetern einer verdunkelten Dachgeschosswohnung, eingepfercht und tagsüber zur ständigen Stille und zum Nichtstun verdammt. Und in der ständigen Angst, entdeckt zu werden. Anne Frank ist die Jüngste von ihnen. Sie muss klar kommen mit ihren schwankenden Gefühlen, mit den Auseinandersetzungen in der Gruppe, mit der Ängstlichkeit der Mutter, der Zurückgezogenheit des geliebten Vaters. Mit ihrer scharfzüngigen Wortgewandtheit und ihrem wachsenden Selbstbewusstsein eckt sie vielfach an in dieser Gruppe der Eingesperrten. Ihrem Tagebuch, dass ihr Vater ihr geschenkt hatte, vertraut sie ihre Erlebnisse, ihre Gedanken und Sehnsüchte an, anfangs noch als junger pubertärer Backfisch, später als schriftstellerisch ambitionierte Jugendliche. Über Nachrichten aus dem Radio, etwa vom Einmarsch der Alliierten in der Normandie, kommt immer wieder Freude auf, Hoffnung, dem Grauen zu entgehen. Am 4. August 1944 steht die Gestapo von der Tür. An der Rampe in Auschwitz wird Anne von ihrem Vater losgerissen, er wird als Einziger den Holocaust überleben. Und schließlich nach dem Krieg ihre Tagebücher finden und als Buch herausgeben. Nachwuchsschauspielerin Lea van Acken, die für ihr Kinodebüt in „Kreuzweg“ 2014 den Silbernen Bären der Filmfestspiele Berlin erhielt, ist die ideale Besetzung. Nicht nur passt die äußere Ähnlichkeit, glaubwürdig verkörpert sie das junge, heranwachsende Mädchen mit all seinen Flausen, seiner Koketterie, seiner Verletztheit, seinem Witz, seinem wachsenden Selbstbewusstsein, seinen Ängsten, seinen Träumen. Bis zur letzten Stunde führt Anne in Gedanken ihr Tagebuch fort. Was schwer zu ertragen ist, aber die Wahrheit deutlicher macht und die tränengefüllten Augen dieses Mädchens nie vergessen läßt. Ganz in ihrem Sinne, denn so Anne Frank: „Ich will fortleben, auch nach meinem Tod. Ich will nicht umsonst gelebt haben.“ Dieser Film macht ihr dieses großartige Geschenk.
Letzte Vorstellungen.

SÜDAFRIKA – DER KINOFILM - 99 min. - Ab 0 J.
Eine Reise im Wohnmobil durch Südafrika von Kapstadt im Süden durch opulente Landschaften und Nationalparks mit wilden Tieren bis in den Norden. Dabei treffen die unabhängigen Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg (Australien in 100 Tagen, Die Nordsee von oben) auf beeindruckende Menschen, lernen fremde Sprachen und Kulturen kennen. Die Reise endet nach 10.000 km in Johannesburg und lässt den Zuschauer fasziniert zurück. Für alle, die mal in Südafrika waren, eine Wiederentdeckung vergangener Reiseerlebnisse, für diejenigen, die eine Reise dorthin planen, kann er die Vorfreude auf das Abenteuer Südafrika wecken. Auf die Frage, was den Zuschauer erwartet, antwortet Wüstenberg: „100 tolle Orte, die es sich lohnt, zu besuchen, tolle Bilder, tolle Erlebnisse, wahnsinnig viele Tiere, die uns vor die Linse gelaufen sind. Wir möchten, dass die Leute Südafrika „verstehen“. Und Silke Schranz fügt hinzu: „Unser Anspruch ist es, dem Zuschauer einen Eindruck zu vermitteln, was er auf der eigenen Reise durch Südafrika erleben kann. Bombastische Landschaften, intensive Tierbeobachtungen und spannende Begegnungen mit den Menschen schmelzen zu einem persönlichen Erlebnisbericht zusammen, ehrlich, berührend, bildgewaltig. Unser Film soll die Zuschauer inspirieren, auf eigene Faust loszuziehen. Wir machen Mut, neue Facetten des Landes kennenzulernen.“ Es fehlt ein tieferer kritischer Blick auf Südafrikas Schattenseiten, obwohl auch dies nach eigenen Aussagen Anspruch der Filmemacher war. Natürlich geht das nicht mit ein paar Sätzen, und die Menschen dort sind eben nicht nur am Singen, Tanzen und Lächeln. Es ist nicht das Hauptanliegen, die Probleme Südafrikas zu zeigen, der Film versteht sich als Doku beeindruckender Landschafts- und Tieraufnahmen und faszinierender Menschen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 Weitere Vorstellungen folgen.
Nach dem Bestseller von Hape Kerkeling  ICH BIN DANN MAL WEG – 92 min. - Ab 6 J.
Anfang des Jahrtausends befand sich der Entertainer Hape Kerkeling auf dem Höhepunkt des Ruhms, war erfolgreicher TV-Star, dazu über alle Maßen beliebt, aber trotz allem nicht wirklich zufrieden (!). Nach einem Hörsturz und der Entfernung der Gallenblase beschloss er, eine Auszeit zu nehmen und den legendären Jakobsweg zu wandern, um am Ende in Santiago de Compostela im besten Fall etwas zu finden, vielleicht sich Selbst, vielleicht eine Erkenntnis. Was er auf seiner gut fünfwöchigen Wanderung erlebte, schrieb er auf, der Rest ist deutsche Buchgeschichte: Millionen Leser, tausende Nachahmer, die dazu beitrugen, den Jakobsweg immer weiter von einer kontemplativen Selbstfindung zu entfernen und zu einem Spektakel der organisierten Sinnsuche zu machen. Im Buch ist diese Ironie immer wieder präsent, auch Julia von Heinz' Verfilmung deutet den Widerspruch an, in teils großen Gruppen den Jakobsweg zu wandern, des Abends in überfüllten Herbergen zu übernachten, täglich Stempel zu sammeln, um am Ende eine hübsche, goldgerahmte Urkunde in Empfang nehmen zu können. Die etwas tiefere Ebene des Buches, all jene Schmerzen, Zweifel, Selbstbefragungen Kerkelings, sie verkommen im Film oft zu zusammenhanglosen Poesiealbumsprüchen. Erkenntnisse gibt es dennoch, zwar nicht mit dem Vorschlaghammer, geht es doch um ganz normale Menschen, die über das Leben, den Tod und das Danach nachdenken, und dabei wandern, bis die Zehen glühen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, und jeden erwischt es anders. Es dauert eine ganze Weile, bis der Film nach eher holprigem Beginn zu sich selbst findet. Das Großartige an Devid Striesow ist, dass man sehr bald vergisst, dass er Hape Kerkeling sein soll. Was bleibt, ist ein beleibter, unsportlicher, kettenrauchender Entertainer, den sein selbstausbeuterischer Lebensstil von den Brettern haut. Mit der Idee, den Camino zu laufen. Durch Sonne, durch Regen, durch Fußschmerz und Kurzatmigkeit. Fazit: Großes Unterhaltungskino mit Humor, durchaus Tiefgang und viel Wärme. 
Nur noch kurze Zeit.

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