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Der neue grosse Saal sagt hallo!Kinoansicht. S-Bahn Obertürkheim: 200m geradeaus und gleich links sehen Sie mich! Gastro

Zwei Filmbesessene, die an einem wahnwitzigen Vorhaben festhielten, nämlich einen Raddampfer über einen Hügel im Regenwald ziehen zu lassen.
Erinnern Sie sich?

Klaus Kinski und Claudia Cardinale in Werner Herzogs  FITZCARRALDO (1981 - 158 min. - Ab 12 J.)
An den Sonntagen 29.Mai und 5.Juni  je 19.30 Uhr.

Jetzt reservieren. Tel. 0711/9189640.  Ganz einfach: einfach aufsprechen.

Unser Filmprogramm von Montag, 23.5. bis Mittwoch, 1.6.16.

KINOTHEK 1 Beginn DATUM KINOTHEK 2 Beginn
SÜDAFRIKA - DER KINOFILM
20.15 Mo 23.5. NEU    STURE BÖCKE 20.15
ICH BIN DANN MAL WEG
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
18.30
20.30
Di 24.5. STURE BÖCKE
SPOTLIGHT
18.30
20.30
Walt Disney´s  ZOOMANIA
ICH BIN DANN MAL WEG
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
15.45
18.30
20.30
Mi 25.5. FEUERWEHRMANN SAM  HELDEN IM STURM ***
STURE BÖCKE
SPOTLIGHT
15.45
18.30
20.30
ICH BIN DANN MAL WEG
Walt Disney´s  ZOOMANIA
SÜDAFRIKA - DER KINOFILM
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
13.00
15.00
17.30
20.15
Do 26.5. STURE BÖCKE
DER LETZTE WOLF**
Das Tagebuch der ANNE FRANK
GRÜSSE AUS FUKUSHIMA
13.00
15.00
17.30
20.15
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
SÜDAFRIKA - DER KINOFILM
17.30
20.15
Fr 27.5. GRÜSSE AUS FUKUSHIMA**
Das Tagebuch der ANNE FRANK
17.30
20.15
ICH BIN DANN MAL WEG
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
17.30
20.15
Sa 28.5. STURE BÖCKE**
STEVE JOBS**
17.30
20.15
Walt Disney´s  ZOOMANIA
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
Klaus Kinski in Werner Herzogs  FITZCARRALDO
14.30
17.00

19.30
So 29.5. TRASH*
NEU  DIE DUNKLE SEITE DES MONDES
SPOTLIGHT**
14.30
17.00
19.30
SÜDAFRIKA - DER KINOFILM
20.15 Mo 30.5. NEU   IM SOMMER WOHNT ER UNTEN 20.15
DER BAUER UND SEIN PRINZ
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
18.30
20.30
Di 31.5. IM SOMMER WOHNT ER UNTEN
DIE DUNKLE SEITE DES MONDES
18.30
20.30
DER BAUER UND SEIN PRINZ
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
18.30
20.30
Mi 1.6. IM SOMMER WOHNT ER UNTEN*
DIE DUNKLE SEITE DES MONDES
18.30
20.30
* NUR NOCH KURZE ZEIT  |   ** VORAUSSICHTLICH LETZTE VORSTELLUNG.  |    *** LETZTE VORSTELLUNG.   |   ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR!
Wie zeigen jeweils die deutsche Fassung (2D), wenn nicht anders angegeben.  |  OF=Originalfassung  | OmU=Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
 Weitere Spieltage der einzelnen Filme stehen noch nicht fest. Aktualisierung des Programms jeden Montag nachmittag bis zum Mittwoch der Folgewoche.
Wir erstellen unser Filmprogramm im 7-Tage-Rhythmus! Zu Ihrer Information: Filme laufen bei uns, aufgrund der Fülle an Filmen, die für uns interessant sind und bei
nur zwei Kinosälen, nicht täglich(!) innerhalb der Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch), sondern wir zeigen diese über Wochen hinweg immer wieder tageweise.
Wie lange Ihr Wunschfilm noch bei uns im Programm sein wird?  Im obigen Spielplan können Sie von weiteren Vorstellungen eines Films ausgehen, sofern dieser nicht mit einem Stern gekennzeichnet ist. Bei den unten folgenden Kurzinhalten zu den Filmen machen wir jeweils in weiss hinterlegter Schrift eine vorsichtige Einschätzung,
wie lange wir den jeweiligen Film noch zeigen werden. Alle diesbezüglichen Angaben sind ohne Gewähr.


DIE DUNKLE SEITE DES MONDES – 98 min. – Ab 12 J.
Das Tier im Menschen lauert unter einer sehr dünnen Schicht aus Bildung und Zivilisation, manchmal sogar direkt unter dem Maßanzug. Und dieses Tier ist böse … Moritz Bleibtreu spielt kongenial den Wirtschaftsanwalt Urs Blank, der sich nach dem Genuss halluzinogener Pilze in ein animalisches Monster verwandelt, das sich immer weniger beherrschen kann, zu plötzlicher Aggression neigt und zum Gewalttäter wird. Als er die mögliche Ursache für seine Gewaltattacken entdeckt, eine sehr seltene Art halluzinogener Pilze, beginnt für ihn ein Wettlauf gegen die Zeit mit dem Versuch, die Kontrolle über sich zurückzuerlangen. Und gegen Pius Ott, der vom Geschäftsfreund zum Widersacher mutiert ist. Blanks Gegenspieler ist ein Mensch und damit das wahre Untier: Sein Weg ist von Leichen bedeckt, über die er nicht nur geschäftlich geht. Seine Grausamkeit ist allgegenwärtig: Er verkörpert das wahre Böse, die menschliche Kälte, die Berechnung und die Gier. Wie Jürgen Prochnow diesen Teufel in Menschengestalt spielt, ist bestechend. Stephan Ricks Kinodebüt nach dem Bestseller von Martin Suter ist ein ungeheuer dichter, spannungsgeladener Thriller, ein düster tragischer Ausflug in die dämonischen Abgründe der menschlichen Existenz. Nichts für schwache Nerven, aber allerfeinstes Arthousekino! Moritz Bleibtreu liefert die extrem spannende Geschichte eines Mannes, der sein wahres Ich entdeckt und hasst. Ein Wolf, der Mensch sein will, eine Bestie, die weinen möchte. 
Weitere Vorstellungen folgen.
IM SOMMER WOHNT ER UNTEN – 100 min. – Ab 6 J.
Bei den Landbergs, einer angesehenen Bankiersfamilie, hält man es mit der Tradition und mit dem Geld. Der eine Sohn, David, ist als authentisches Alphatier in die Fußstapfen des Vaters getreten, der andere, Matthias, ist etwas aus der Art geschlagen, zumindest interessiert er sich nicht besonders für Geld und hat sich einer eher kontemplativen Lebensführung verschrieben. Die Nutzung des elterlichen Ferienhauses an der französischen Atlantikküste ist genau geregelt, nur dass David mit seiner Frau plötzlich eine Woche früher als geplant in die sommerliche Pastorale von Matthias, dessen Freundin Camille und ihrem Sohn, Etienne, platzt. Sofort halten neue Regeln und Ansprüche Einzug. Doch was zuerst auf klare Machtverhältnisse hindeutet, stellt sich als offene Konstellation heraus, umso mehr als Matthias‘ Freundin ihren antiautoritären Impulsen freien Lauf lässt. Was ein guter oder kluger Zug ist bei diesem Gesellschaftsspiel, das stellt sich immer wieder anders dar. Am Ende ist zwar einiges zu Bruch gegangen, aber dieser Sommer entlässt alle Beteiligten als andere Menschen, ein bisschen zumindest.
Nur für kurze Zeit.
Werner Herzogs FITZCARRALDO – 158 min. – Ab 12 J.
Die Geschichte eines obsessiven Phantasten, der die Welt auf den Kopf stellt und versucht, ein unmögliches Vorhaben zu verwirklichen: Mitten im unberührten Amazonas-Dschungel will der eigenwillige irische Opernliebhaber Fitzcarraldo ein großes Opernhaus zu bauen. Vom Geld seiner Freundin kauft er ein scheinbar wertloses Stück Land mit einer gigantischen Anzahl von Kautschukbäumen. Mit einem alten Flussdampfer macht er sich auf den Weg in das unzugängliche Gebiet. Um die gefährlichen Stromschnellen einer Flussmündung zu überwinden, entwickelt Fitzcarraldo einen atemberaubenden Plan: Hunderte von Indios sollen das riesige Schiff über einen Berg ziehen. Trotz seines letztendlichen Scheiterns erlangt er in der Konfrontation mit der Herausforderung menschliche Würde. Mindestens so eindrucksvoll wie der Film ist seine Entstehungsgeschichte: Nach mehreren Rückschlägen bei der Vorbereitung drohte das Projekt endgültig zu scheitern, als der Fitzcarraldo-Darsteller Jason Robards nach drei Monaten erkrankte und dann nicht mehr zu bewegen war, die Dreharbeiten in dem ungesunden Klima fortzusetzen. Nach einer mehrmonatigen Unterbrechung sprang Klaus Kinski als Ersatz für Robards ein. Legendär wurden die lautstarken Streitigkeiten zwischen dem besessenen Regisseur und dem exaltierten Schauspieler. Die Technik der Computeranimation stand noch nicht zur Verfügung, und selbst wenn Herzog sie hätte benutzen können, wäre er wohl seinen Weg gegangen, denn "Fitzcarraldo" lebt von der Kraftanstrengung der Filmemacher, die tatsächlich einen Raddampfer über einen Hügel im Regenwald ziehen ließen und trotz scheinbar unüberwindlicher Schwierigkeiten, logistischer Probleme und schwerer Unfälle während der Dreharbeiten 1981 an ihrem wahnwitzigen Vorhaben festhielten. Das beeindruckende Meisterwerk gilt als Höhepunkt der Zusammenarbeit von Werner Herzog und Klaus Kinski, die als „Duo Infernale“ fünf gemeinsame Filme realisierten. Die überaus strapaziösen Dreharbeiten sind legendär und Teil des Mythos um die beiden Ausnahmekünstler. 1982 wurde „Fitzcarraldo“ in Cannes mit dem Preis für die Beste Regie geehrt.
Nur noch für zwei Vorstellungen im Programm!
TRASH – 114 min. – Ab 12 J. (Jugendliche ab 10 Jahren frei in Begleitung der Eltern oder von Erz. berechtigten ... )
Straßenkinder, die in einem gigantischen Müllberg-Slum von Rio leben, ein mutiger Priester, und ein korrupter Politiker und seine skrupellosen Helfershelfer in Polizeiuniform: Von Stephen Daldry, Regisseur von BILLY ELLIOT, kommt ein ergreifendes Drama aus den Favelas Brasiliens, das vor einer erschütternden Kulisse aus Armut und menschlichem Elend spannende Unterhaltung liefert. Trash ist die Adaption des gleichnamigen gefeierten Romans von Andy Mulligan, in der drei Jungen aus ärmlichen Verhältnissen unfreiwillig in einen Korruptionsskandal verwickelt werden, den sie dann aber hartnäckig aufdecken wollen. Ein Thriller, ein Abenteuer, das aufs Schönste Anspruch mit Lässigkeit verbindet. Die Empfehlung.
Nur noch kurze Zeit.
STURE BÖCKE – 93 min. – Ab 6 J.
In einem abgelegenen Tal in Island wohnen Gummi und Kiddi nebeneinander, die aber nicht gut aufeinander zu sprechen sind. Die beiden züchten Schafe, die aber plötzlich von einer Krankheit bedroht werden. Die Brüder müssen Gräben überwinden, um die Schafe und sich selbst zu retten. Mit lakonischem, skandinavisch trocken-schrägem Humor wird die ewige Geschichte eines Bruderzwists erzählt und die tief verwurzelte Symbiose zwischen Mensch und Tier im ländlichen Island mit grandiosen Landschaftsaufnahmen gezeigt. Eine subtil beobachtete, mit wenigen Worten erzählte Tragikomödie über … zwei Brüder und acht Schafe.
Nur noch kurze Zeit.

BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL – 101 min. – Ab 0 J.
Wie ein Himmelskörper landet Pierre im Leben der gerade verwitweten Birnen- und Lavendelbäuerin Louise und ihrer beiden Kinder. Ein Mann im Jetzt und Hier, scheinbar ohne Vergangenheit und Zukunft. Auf dem Nachhauseweg knallt er ihr unvermittelt vor die Motorhaube und rennt erst mal verstört ins nächste Feld. Er wirkt verwirrt und seltsam aus der Zeit gefallen, sie nimmt ihn kurzerhand mit zu sich nach Hause, ins nahe gelegene provenzalische Landhaus. So nimmt eine romantische Komödie ihren Lauf, die gegen den Strich gebürstet ist, weil Liebe im klassischen Sinn für beide nahezu ausgeschlossen ist. Für Louise, weil sie um ­ihren gerade verstorbenen Mann trauert, und für Pierre, weil ihm als Autisten Gefühle und Berührungen fremd sind. Manchmal kann ein kleiner Unfall auch ein unverhoffter Glücksfall sein: Könnte es sein, dass ausgerechnet dieser sensible Eigenbrötler die Lösung für ihre Probleme kennt? Éric Besnards modernes Märchen entführt uns in eine Welt voller kleiner Wunder, es ist eine Begegnung mit dem Anderssein, die von der Schönheit der Unschuld erzählt und von der Stärke in der Zerbrechlichkeit. Eine unromantische und doch märchenhafte Begegnung einer trauernden Obstbäuerin und eines ­charmanten Autisten. 
Weitere Vorstellungen folgen.

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK -  128 min. - Ab 12 J.
Im März 2015 jährte sich zum 70. Mal der Todestag von Anne Frank. Jetzt ist erstmals eine deutsche Kinoproduktion zum Schicksal des jüdischen Mädchens entstanden, das weltweit bekannt ist und Generationen von Schülerinnen und Schülern das Grauen der Naziherrschaft vor Augen führte. Regie führte Hans Steinbichler, das Drehbuch schrieb der renommierte Autor und Produzent Fred Breinersdorfer, der schon die herausragenden Bücher zu „Sophie Scholl“ und jüngst „Elser“ schrieb. Die Geschichte ist bekannt: Wegen der Anfeindungen gegen die Juden in Deutschland durch die Nazis zieht Otto Frank 1934 mit seiner Frau und den zwei Töchtern von Frankfurt ins vermeintlich sichere Amsterdam. Als die Nazis die Niederlande überfallen und eine Flucht ins Ausland nicht mehr möglich ist, sorgt Vater Frank mit einer Geheimunterkunft in einem Hinterhaus vor. Acht Menschen verbringen hier mehr als zwei Jahre auf wenigen Quadratmetern einer verdunkelten Dachgeschosswohnung, eingepfercht und tagsüber zur ständigen Stille und zum Nichtstun verdammt. Und in der ständigen Angst, entdeckt zu werden. Anne Frank ist die Jüngste von ihnen. Sie muss klar kommen mit ihren schwankenden Gefühlen, mit den Auseinandersetzungen in der Gruppe, mit der Ängstlichkeit der Mutter, der Zurückgezogenheit des geliebten Vaters. Mit ihrer scharfzüngigen Wortgewandtheit und ihrem wachsenden Selbstbewusstsein eckt sie vielfach an in dieser Gruppe der Eingesperrten. Ihrem Tagebuch, dass ihr Vater ihr geschenkt hatte, vertraut sie ihre Erlebnisse, ihre Gedanken und Sehnsüchte an, anfangs noch als junger pubertärer Backfisch, später als schriftstellerisch ambitionierte Jugendliche. Über Nachrichten aus dem Radio, etwa vom Einmarsch der Alliierten in der Normandie, kommt immer wieder Freude auf, Hoffnung, dem Grauen zu entgehen. Am 4. August 1944 steht die Gestapo von der Tür. An der Rampe in Auschwitz wird Anne von ihrem Vater losgerissen, er wird als Einziger den Holocaust überleben. Und schließlich nach dem Krieg ihre Tagebücher finden und als Buch herausgeben. Nachwuchsschauspielerin Lea van Acken, die für ihr Kinodebüt in „Kreuzweg“ 2014 den Silbernen Bären der Filmfestspiele Berlin erhielt, ist die ideale Besetzung. Nicht nur passt die äußere Ähnlichkeit, glaubwürdig verkörpert sie das junge, heranwachsende Mädchen mit all seinen Flausen, seiner Koketterie, seiner Verletztheit, seinem Witz, seinem wachsenden Selbstbewusstsein, seinen Ängsten, seinen Träumen. Bis zur letzten Stunde führt Anne in Gedanken ihr Tagebuch fort. Was schwer zu ertragen ist, aber die Wahrheit deutlicher macht und die tränengefüllten Augen dieses Mädchens nie vergessen läßt. Ganz in ihrem Sinne, denn so Anne Frank: „Ich will fortleben, auch nach meinem Tod. Ich will nicht umsonst gelebt haben.“ Dieser Film macht ihr dieses großartige Geschenk. 
Weitere Vorstellungen folgen.

SÜDAFRIKA – DER KINOFILM - 99 min. - Ab 0 J.
Eine Reise im Wohnmobil durch Südafrika von Kapstadt im Süden durch opulente Landschaften und Nationalparks mit wilden Tieren bis in den Norden. Dabei treffen die unabhängigen Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg (Australien in 100 Tagen, Die Nordsee von oben) auf beeindruckende Menschen, lernen fremde Sprachen und Kulturen kennen. Die Reise endet nach 10.000 km in Johannesburg und lässt den Zuschauer fasziniert zurück. Für alle, die mal in Südafrika waren, eine Wiederentdeckung vergangener Reiseerlebnisse, für diejenigen, die eine Reise dorthin planen, kann er die Vorfreude auf das Abenteuer Südafrika wecken. Auf die Frage, was den Zuschauer erwartet, antwortet Wüstenberg: „100 tolle Orte, die es sich lohnt, zu besuchen, tolle Bilder, tolle Erlebnisse, wahnsinnig viele Tiere, die uns vor die Linse gelaufen sind. Wir möchten, dass die Leute Südafrika „verstehen“. Und Silke Schranz fügt hinzu: „Unser Anspruch ist es, dem Zuschauer einen Eindruck zu vermitteln, was er auf der eigenen Reise durch Südafrika erleben kann. Bombastische Landschaften, intensive Tierbeobachtungen und spannende Begegnungen mit den Menschen schmelzen zu einem persönlichen Erlebnisbericht zusammen, ehrlich, berührend, bildgewaltig. Unser Film soll die Zuschauer inspirieren, auf eigene Faust loszuziehen. Wir machen Mut, neue Facetten des Landes kennenzulernen.“ Es fehlt ein tieferer kritischer Blick auf Südafrikas Schattenseiten, obwohl auch dies nach eigenen Aussagen Anspruch der Filmemacher war. Natürlich geht das nicht mit ein paar Sätzen, und die Menschen dort sind eben nicht nur am Singen, Tanzen und Lächeln. Es ist nicht das Hauptanliegen, die Probleme Südafrikas zu zeigen, der Film versteht sich als Doku beeindruckender Landschafts- und Tieraufnahmen und faszinierender Menschen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Weitere Vorstellungen folgen.

DER LETZTE WOLF – 120 min. – Ab 12 J.
Der junge, chinesische Student Chen soll in den Steppen der Mongolei dem Nomadenvolk das Lesen und Schreiben beibringen. Als er dort eintrifft, wird allerdings schnell klar, dass er mindestens genauso viel von den Einheimischen lernen kann. Er wird mit den harten Lebensumständen konfrontiert und macht Bekanntschaft mit Wölfen, die die Umgebung bedrohen. Denn da es sich bei den Nomaden um Schafhirten handelt, ist der Wolf der natürliche Feind. Chen entwickelt jedoch rasch eine Faszination für die Tiere. Als ein Offizier der zentralen Regierung  anreist und in den Wölfen menschengefährdende Raubtiere sieht, beschliessen die Behörden, Jagd auf die Wölfe zu machen. In ihrem blinden Fortschrittsglauben nehmen sie den überlebenden Wölfen ihre natürlichen Nahrungsquellen und machen aus ihnen eine verzweifelte, ausgehungerte Meute, die immer dichter an die Siedlungen der Menschen heranrückt. Der neue Film von Jean Jacques Annaud ist ein mit unglaublichen Naturaufnahmen faszinierendes Abenteuer, das eindringlich vom Versagen des Menschen gegenüber der Natur erzählt. 
Voraussichtlich letztmals.

SPOTLIGHT - 128 min. - Ab 12 J.
Anfang 2002 begann der Boston Globe mit der Veröffentlichung einer aufsehenerregenden Serie von Artikeln, die jahrzehntelangen Kindesmissbrauch und dessen Vertuschung innerhalb der katholischen Kirche beschrieb. Tom McCarthy zeichnet die Recherchen der Journalisten in Form eines stilistisch zurückgenommenen Doku-Dramas penibel nach. Über zwei Stunden sieht man also Journalisten bei der Arbeit zu, sieht sie recherchieren, in Archiven graben, Interviews führen und Texte schreiben. Angesichts der schier unglaublichen Ausmaße des Missbrauchsskandals hat "Spotlight" fraglos eine immanente Faszination. Es zeugt vom Respekt vor den realen Opfern, dass McCarthy die Geschichte in jeder Hinsicht betont zurückgenommen inszeniert. Er verzichtet gänzlich auf emotionalisierende Effekte, es gibt keine dramatischen Konfrontationen und keine geraunten Bedrohungen. Vielmehr müssen die Reporter sich an einer Stelle selbst ein fatales Wegschauen eingestehen. McCarthys Haltung ist klar. Diese Journalisten haben etwas Bahnbrechendes erreicht, aber zum Triumphieren gibt es bei einer solchen Geschichte keinen Grund. Eine Reflexion über ethische Integrität, aber keine Moralpredigt, eine Erzählung über pervertierte Religionsloyalität und die ungute Macht der katholischen Kirche, aber kein Pamphlet gegen Glauben und Spiritualität. Ausgezeichnet mit dem Oscar 2016 als Bester Film.
Voraussichtlich letztmals.
STEVE JOBS - 122 min. - Ab 6 J.
Das „Hello“ des Computers, es handelt sich um den ersten Macintosh aus dem Jahr 1984, jenen Würfel, der vermutlich noch in vielen Kellern steht, war der Beginn eines neuen Zeitalters der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, und zwar potentiell jedem Menschen und seiner Maschine. Das sagte Steve Jobs. Das sagt Apple bis heute. Sein Gründer Steve Jobs veränderte das Kaufverhalten von Massen und damit Lebensweisen und Kultur. Um sein legendäres Leben ranken sich viele widersprüchliche Mythen. Den Apple-Kult auf Leinwand zu bannen ist keine leichte Aufgabe. Nicht umsonst beschränkt sich der britische Regisseur Danny Boyle episodenhaft, um das Widersprüchliche von Jobs beruflichem wie privatem Werdegang zu verdichten. Sein eindringliches Tech-Biopic zeigt den früh verstorbenen Visionär freilich mehr als getriebenen Egomanen denn als Technikgenie. Boyle („Trainspotting“, „Slumdog Millionär“) zeigt eine Art dialogstarkes Kammerspiel in klaustrophoben Gängen und Hinterzimmern, das keine eindeutige Identifikationsfigur besitzt und emotionale Anteilnahme vermissen lässt. Gleichzeitig zeigt es ein Element des amerikanischen Gründungsmythos: den visionären Pionier, der unbeirrt an seiner Geschäftsidee festhält und einen Konzern aufbaut. Ein Mann, der getrieben auf sein Ziel zusteuert und sich von nichts aufhalten lässt. Vor allem die Besetzung der Hauptrolle bereitete den Produzenten Kopfschmerzen. Doch mit dem Deutsch-Iren Michael Fassbender, der nicht umsonst als Schauspieler der Stunde gilt, gewinnt der Film an Tiefe. Immer aufs Neue geht der Wandlungsfähige dabei an die physischen und seelischen Grenzen der Condition humaine. Mutig und rückhaltlos lotet er auch die dunklen Seiten der menschlichen Existenz aus. Überragendes Wort-Kino über eine Ikone: selten war "schauspielern" so wuchtig-imposant, empfindbar, knisternd, dicht, bestechend.
Voraussichtlich letztmals.

DER BAUER UND SEIN PRINZ - 84 min. - Ab 6 J.
Seit nunmehr 30 Jahren besitzt Prinz Charles (Ja, genau der! Der britische Thronfolger!) in Südengland eine riesige ökologische Farm, mit der er ein Ziel verfolgt: Sie soll ein Vorbild sein für eine rein ökologische Landwirtschaft und der Welt mit ihrer Heilkraft dienen. Diese Vision pflegt der Prinz of Wales mit seinem Farmmanager David Wilson voller Hingabe und so verfügen sie nach all den Jahren über ein wertvolles und umfassendes Wissen über nachhaltigen Anbau. Nicht umsonst pilgern Bauern aus dem ganzen Land zur Duchy Home Farm, um sich inspirieren zu lassen. Regisseur Bertram Verhaag weckt beim Zuschauer eine Wertschätzung für die natürliche Umwelt und erschließt dem Kinopublikum einen Zugang zum ökologischen Engagement von Prinz Charles jenseits der Royal-Boulevardpresse. Ein Umweltbeitrag der denkwürdigen Art, der romantische Bilder einer Familienlandwirtschaft mit ökologischer Intelligenz verbindet. 
Weitere Vorstellungen folgen.

GRÜSSE AUS FUKUSHIMA -  104 min. - Ab 12 J.
Die junge Deutsche Marie (Rosalie Thomass) ist eine, die auszieht, das Fürchten zu lernen. Auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust ihrer großen Liebe reist sie für die Organisation „Clowns4Help“ in die Präfektur Fukushima. Zusammen mit dem Clown Moshe will sie den überlebenden Opfern der Katastrophe von 2011 ein wenig Freude bringen, Schweres leichter machen. Eine Aufgabe, für die Marie, das muss sie sich schon bald eingestehen, überhaupt nicht geeignet ist. Doch bevor sie erneut davon läuft, beschließt sie, ausgerechnet bei der störrischen alten Satomi (Kaori Momoi) zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die aber beide, jede auf ihre Art, in der Vergangenheit gefangen sind und lernen müssen, sich von ihren Schuldgefühlen und der Last ihrer Erinnerungen zu befreien. Wie schon bei ihrem „Kirschblüten - Hanami“ spielt Doris Dörries neuer Film im ostasiatischen Inselstaat. Eine anrührende Seelenreparatur in eindrucksvollem Schwarzweiß im Sperrgebiet der verstrahlten Zone nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. In einem Katastrophenfilm der etwas anderen Art macht sie zugleich Aspekte der japanischen Kultur einer feministischen Lesart zugänglich. Unversehens rückt die Geschichte Satomis in den Vordergrund, zurückhaltend gespielt von der Kurosawa-Schauspielerin Kaori Momoi. Mit ihrem neuen Kinofilm ist es der Ausnahmeregisseurin und -autorin einmal mehr gelungen, eine universell-poetische Geschichte vom Leben und Loslassen zu erzählen.
 Voraussichtlich letztmals.
Nach dem Bestseller von Hape Kerkeling  ICH BIN DANN MAL WEG – 92 min. - Ab 6 J.
Anfang des Jahrtausends befand sich der Entertainer Hape Kerkeling auf dem Höhepunkt des Ruhms, war erfolgreicher TV-Star, dazu über alle Maßen beliebt, aber trotz allem nicht wirklich zufrieden (!). Nach einem Hörsturz und der Entfernung der Gallenblase beschloss er, eine Auszeit zu nehmen und den legendären Jakobsweg zu wandern, um am Ende in Santiago de Compostela im besten Fall etwas zu finden, vielleicht sich Selbst, vielleicht eine Erkenntnis. Was er auf seiner gut fünfwöchigen Wanderung erlebte, schrieb er auf, der Rest ist deutsche Buchgeschichte: Millionen Leser, tausende Nachahmer, die dazu beitrugen, den Jakobsweg immer weiter von einer kontemplativen Selbstfindung zu entfernen und zu einem Spektakel der organisierten Sinnsuche zu machen. Im Buch ist diese Ironie immer wieder präsent, auch Julia von Heinz' Verfilmung deutet den Widerspruch an, in teils großen Gruppen den Jakobsweg zu wandern, des Abends in überfüllten Herbergen zu übernachten, täglich Stempel zu sammeln, um am Ende eine hübsche, goldgerahmte Urkunde in Empfang nehmen zu können. Die etwas tiefere Ebene des Buches, all jene Schmerzen, Zweifel, Selbstbefragungen Kerkelings, sie verkommen im Film oft zu zusammenhanglosen Poesiealbumsprüchen. Erkenntnisse gibt es dennoch, zwar nicht mit dem Vorschlaghammer, geht es doch um ganz normale Menschen, die über das Leben, den Tod und das Danach nachdenken, und dabei wandern, bis die Zehen glühen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, und jeden erwischt es anders. Es dauert eine ganze Weile, bis der Film nach eher holprigem Beginn zu sich selbst findet. Das Großartige an Devid Striesow ist, dass man sehr bald vergisst, dass er Hape Kerkeling sein soll. Was bleibt, ist ein beleibter, unsportlicher, kettenrauchender Entertainer, den sein selbstausbeuterischer Lebensstil von den Brettern haut. Mit der Idee, den Camino zu laufen. Durch Sonne, durch Regen, durch Fußschmerz und Kurzatmigkeit. Fazit: Großes Unterhaltungskino mit Humor, durchaus Tiefgang und viel Wärme. 
Weitere Vorstellungen folgen.
ZOOMANIA - 108 min. - Ab 6 J.
Selten hat die erbauliche Botschaft des neuen Disney-Animationsfilms besser zur Zeit gepasst als hier. Es geht um Bigotterie und Toleranz, um Vorurteile und das Miteinander verschiedener Ethnien. Der Film spielt in einer Welt ohne Menschen, aber mit jeder Menge vermenschlichter Tiere. Vor Generationen haben sie die archaischen Gesetze des Dschungels, das Prinzip von Raubtieren und Beutetieren überwunden. Seither leben sie alle im Großstadtdschungel von Zootopia friedlich Seite an Seite. Aber auch hier gibt es gewisse Vorurteile: So herrscht ein tiefsitzendes Misstrauen gegenüber Füchsen, während Hasen faktisch vom Polizeiberuf ausgeschlossen sind. Letzteres Klischee will das zierliche Hasenmädchen Judy Hopps überwinden, die nach einer Polizeiausbildung den Dienst aufnimmt und, ausgerechnet mithilfe eines Fuchses, einer Verschwörung auf die Spur kommt. Man hat als Zuschauer das Gefühl, dass Disney hier alles aufgefahren hat, was nur möglich ist, und diese Story nicht die letzte sein wird aus dieser utopischen Stadt des grandiosen multikulturellen Nebeneinanders. Zoomania nimmt, wie auch die klassische Fabel, direkt Bezug auf den Charakter der Tierart, Kaninchen sind ängstlich, Füchse sind gerissen, nur um dann umso cleverer dies zu hinterfragen. Judy ist nämlich kein bisschen ängstlich und braucht sich auch nicht vor dem schlauen Fuchs Nick zu fürchten. Zoomania vermittelt die Botschaft, dass alle Tiere gleiche Chancen und Möglichkeiten haben sollten, ganz egal welcher Herkunft sie sind. Ein grandioser Animations-Mega-Spaß, der direkt ins Herz trifft und den Beweis dafür antritt, dass manchmal durchaus zusammenkommt, was eigentlich nicht zusammengehört. Ein vor Einfällen überbordendes tierisches Vergnügen, eine clevere Parabel auf unsere Gesellschaft, mitten in einem spannenden Krimi.
Weitere Vorstellungen folgen.


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