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          Der neue grosse Saal sagt hallo!      Kinoansicht. S-Bahn Obertürkheim: 200m geradeaus und gleich links sehen Sie mich!



HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSEREM NEU GESTALTETEN GROSSEN KINOSAAL!
WUNDERSCHÖN NOSTALGISCH. UNBESCHREIBLICH ALTMODISCH.
DAS THEATER FÜR FILM MIT DEM UNWIDERSTEHLICHEN CHARME.
KINO WIE GESTERN IM HEUTE. LASSEN SIE SICH ÜBERRASCHEN.
Nach zwei Wochen der Renovierung im grossen Saal laden wir Sie nun ein in unser Filmtheater.
Seit Donnerstag, 23.10. präsentieren wir für Sie wieder anspruchsvolle Kinounterhaltung,
Filmschätze aus den Ecken und Nischen der Filmkunstwelt, Kinder- und Jugendprogramme.
Lehnen Sie sich entspannt zurück in besonderem Ambiente und geniessen Sie den Film Ihrer Wahl.
Und wem ein kleiner Snack nicht reicht, der kann vor oder nach dem Film auch grösser tafeln.
Unsere Gastro "dr Schbruchbeidl" im Haus hat für Sie geöffnet (Tel. 0711-3277059).

Unser Filmprogramm von Montag, 24.11. bis Mittwoch, 3.12.14.
Weitergehende Tage/Spielzeiten stehen noch nicht fest. Aktualisierung des Programms jeden Montag nachmittag bis zum Mittwoch der Folgewoche.
MADAME MALLORY UND DER DUFT VON CURRY - 122 min. - Ab 6 J.
Eine aus der Heimat ausgewanderte indische Familie verschlägt es in ein verschlafenes französisches Dörfchen, in dem jedes Frankreich-Klischee quicklebendig ist und von seinen stolzen Einwohnern Tag für Tag aufs Neue zelebriert wird. Hier setzt sich Papa in den Kopf, ein indisches Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite eines piekfeinen, mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Edelrestaurants zu eröffnen. Die Restaurant-Chefin Madame Mallory (Helen Mirren) ist außer sich über das indische Restaurant Maison Mumbai  auf der anderen Straßenseite. Jetzt heißt es: Haute Cuisine gegen orientalische Gewürzvielfalt. Tandoori Huhn in Saint-Antonin-Noble-Val? Nicht mit Madame Mallory. Ein Kleinkrieg zwischen Gourmetrestaurant und Maison Mumbai beginnt. - Wohlfühlkino ist eine Disziplin, die wenige so gut beherrschen wie Altmeister Lasse Hallström und die er selten meisterlicher bedient hat als in "Chocolat" im Jahr 2000, der mit etwas mehr als drei Millionen Besuchern immer noch der erfolgreichste Film des schwedischen Regisseurs in den deutschen Kinos ist. Wie Hallström ländliche französische Lebensart wie aus dem Bilderbuch sorgfältig vermengte mit der Magie betörend angerührter Köstlichkeiten, das traf einen Nerv beim damaligen Publikum. Beinahe die identische Mixtur serviert der Schwede in seiner Verfilmung des Bestsellers von Richard C. Morais, für die er die Rückendeckung von Steven Spielberg und Oprah Winfrey erhielt. Erneut plädiert der schwedische Regisseur Lasse Hallström auf unterhaltsame Weise für Toleranz, Lebensfreude und Menschenwürde. Gleichzeitig ist sein Feel-Good-Movie nach dem Bestseller „The Hundred-Foot Journey“ von Richard Morais ein inspirierendes Fest für alle Sinne. Sein Clash-of-Cultures sprüht nur so vor kulinarischem Genuss, der selbst Vorurteile besiegt. Der Kochkrieg zwischen den beiden Parteien steht im Mittelpunkt dieses wunderschönen kulinarischen Kinostücks. Dass Koch Hassan von Madame Mallorys Chefköchin Marguerite noch Tipps aus der französischen "Haute Cousine" bekommt und sich prompt in sie auch verliebt, verschärft das köstliche Durcheinander der Kulturen und Küchen. Ein mit leichter Hand inszeniertes Integrationsstück mit kulinarischen Kochwettkämpfen und romantischen Verwicklungen. Oscar-Preisträgerin Helen Mirren glänzt in dieser charmanten Liebeserklärung an den unverfälschten Geschmack und beweist erneut, dass sie nicht umsonst als eine der größten Schauspielerinnen Hollywoods gilt.


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20.30 20.30 20.30
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DIE GELIEBTEN SCHWESTERN - Schillers geheimnisvolle Leidenschaft - 139 min. - Ab 6 Jahren.
Unter der souveränen Hand von Autor und Regisseur Dominik Graf vermittelt sich dem Zuschauer eine fantastische Reise in die Hochklassik deutscher Literaturgeschichte in Weimar und Jena, um Goethe, Herder, Wieland und schließlich Schiller. Man mag vielleicht vermissen, dass die Giganten der Literatur um Schiller nicht in den Focus des Films gerückt werden. Aber letztlich ist dies eine Geschichte um Frauen, um sehr starke Frauen, welche uns deutlich zeigen, dass die großen Künstler ohne ihre Gunst nicht bestehen könnten. Es ist die Geschichte der innigen Freundschaft von zwei Schwestern über viele Höhen und Tiefen hinweg, welche vermutlich Friedrich Schiller sehr maßgeblich in seinem literarischen Werk beeinflusst haben dürften. Ein romantisch mitreißender Film über eine tragische Liebe zwischen drei Menschen, die in gewisser Weise auch ein Spiegel für die Sturm- und Drang-Bewegung der damaligen Zeit darstellt. Gefühle erheben sich über den Verstand, Grenzen und Tabus werden durchbrochen und das Ideal der absoluten Liebe beherrscht das Empfinden. Hannah Herzsprung als lebenslustige und feurige Caroline ist eben so treffend besetzt wie Henriette Confurius als schüchterne und gleichzeitig charakterstarke Charlotte. Florian Stetter verkörpert den jungen Schiller intensiv und glaubwürdig als wildromantischen Dichter und Denker, der sein spirituelles Zuhause erst bei den Schwestern findet. Dominik Graf schuf ein großes, reiches Drehbuch, dem wunderbare Szenen und herausragende Dialoge mit einem Sprachduktus vom Feinsten zu verdanken sind. Dialoge, welche den Atem Schillers und auch einer Epoche im Wandel zu Aufklärung und Revolution widerspiegeln. Die Wahl der Besetzung kann man einen großen Glücksfall nennen: Henriette Confurius als Charlotte und Hannah Herzsprung als Caroline verkörpern mit großer Leidenschaft und auf hohem darstellerischen Niveau die beiden Schwestern, Florian Stetter spielt Schiller auf Augenhöhe. Ein großes Lob verdienen das hervorragende Szenenbild und die perfekte Ausstattung, welche uns auch einen äußerst interessanten Einblick in die Entwicklung der Buchdruck-Kunst geben. Ein episches Filmwerk mit großen Schauwerten und brillanter Sprachkunst, das den Zuschauer von Anfang bis Ende nie aus seiner Spannung und Faszination entlässt, ja emotional zu fesseln vermag.

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WINTERKARTOFFELKNÖDEL -  96 min. - Ab 12 Jahren.
Wieder Mord in Niederkaltenkirchen! Normalerweise schiebt Dorfpolizist Franz Eberhofer eine ruhige Kugel. Aber jetzt: Vierfachmord! Stress pur! Der Eberhofer Franz hat alle fleischkässemmelnverschmierten Hände voll zu tun, er ist ein Schlawiner mit Charisma, der hat mäßigen Erfolg mit den Frauen, und der schießt, wenn er zu Nachbarschaftsstreitigkeiten hinzugezogen wird, auch schon mal durch die Gegend. Seine verkorkste Familie, der kiffende Beatles-Vater, der übertrieben freundliche Bruder und die Koch- und Back-Oma, der ganze Dorfkosmos, der Simmerl, der Flötzinger, die Susi, das sind die Protagonisten der Bayern-Comedy-Krimi-Soap, deren Wege man mit großem Vergnügen verfolgt. Zum Glück kocht die Oma den hammermäßigsten Schweinebraten, wo´s gibt. Und das beste Bier gibt’s eh beim Wolfi. Über eine halbe Million Besucher konnte "Dampfnudelblues" 2013 in die bayerischen, respektive süddeutschen Kinos locken. Und weil Comedy-Krimis made in Bavaria weiter en vogue und somit erfolgsversprechend sind, dürfen Sebastian Bezzel und Simon Schwarz auch in der nächsten Rita-Falk-Verfilmung wieder als unorthodoxes Dorfpolizei-Duo ermitteln. Es geht um eine besonders perfide Mordserie, die sie natürlich auf ihre ganz eigene Art lösen. Dies ist eine Komödie, die auch gar nichts anderes sein will. An einen Kriminalfall, ach ja, da muss man zwischendurch fast schon dran erinnert werden. Derbe Komik, umrahmt von provinzeller Gemütlichkeit und getragen von zum Teil bis ins Absurde übersteigerte Figuren, ergeben einen minutiös unterhaltsamen und an Dialogwitzen und Situationskomik sich nicht zurücknehmenden Film. Ed Herzog garniert die Abgründe und Skurrilitäten der tiefbayerischen Provinz mit herrlichen Dialogen und Sprüchen, die allerdings sind nichts für zarte Gemüter!

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MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER – 97 min. – Ab 6 J.
Das Ehepaar Claude und Marie Verneuil lebt zufrieden in der Provinz und ist stolz auf seine vier Töchter. Die lieben und verheiraten sich allerdings mit Vorliebe schräg durch die Kulturen, zum Leidwesen des arg gebeutelten Papas. Der hat es gern gemütlich und vor allem traditionell. Auch Mama, streng katholisch, kann nicht verstehen, woher die Töchter diesen wilden Drang nur haben. Nachdem sie einen Muslim, einen Juden und einen Chinesen nach Hause gebracht haben und die Familienfeste immer mehr einem Basar gleichen, freuen sie sich über die Ankündigung der Jüngsten, einen Franzosen zu heiraten. Schwiegersohn Nummer Vier ist der schwarze Charles, und jetzt reißt der Geduldsfaden! Fest steht: Diese Hochzeit muss verhindert werden, mit allen Mitteln! Der Nummer-Eins-Hit in den französischen Kinos begeistert mit pointiertem Witz, Charme und saftigen Provokationen. Vier Hochzeiten und viele Kulturschocks: Der Nummer-1-Hit in den französischen Kinos mit über sechs Millionen Zuschauern begeistert mit radikalem Witz.

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Katja Riemann und Charly Hübner in einem lebensnahen, mitreissenden, in Stuttgart gedrehten Episoden-Drama.
OHNE DICH - 90 min. - Ab 12 J.
Was tun, wenn das Leben nicht so läuft wie erhofft? In seinem prominent besetzen Drama verwebt Regiedebütant Alexandre Poweltz drei Handlungsstränge miteinander und thematisiert darin die Liebe, das Leben und den Tod. Auf den Spuren von Altmeister Robert Altman wandelt der Absolvent der Filmschule Köln mit seinem Spielfilmdebüt, das der Struktur von "Short Cuts" ähnelt und parallel drei Geschichten erzählt,  die im Lauf der Handlung miteinander verwoben werden. Die Liebe, das Leben, der Tod, und die grausame aber auch tröstliche Gewissheit: das Leben geht weiter. Katja Riemann, Charly Hübner und Nachwuchstalent Helen Woigk spielen in einem wechselvollen Beziehungs- und Schicksalsreigen Menschen, die ihre persönlichen Konflikte, Hoffnungen und Schmerzmomente mit hinein in ihre teils noch nicht einmal klar definierten Beziehungen nehmen. Poweltz lässt gegensätzliche Schicksale und Lebensentwürfe aufeinanderprallen, trotz augenfälliger Konstruiertheit des Plots gelingt es ihm trotzdem, die Verbindungen und Übergänge der einzelnen Episoden zueinander flüssig zu gestalten und dabei auch einen gewissen Spannungsbogen aufzubauen. Seine schönsten Momente hat „Ohne Dich“ während eines Ausflugs von Rosa und ihrem Mann aufs Land, wo am Fuss der Schwäbischen Alb ihr 82-jähriger Vater lebt und Sokrates zitierend über seine angstfreie Einstellung zum Tod spricht. Hier lässt ein Tänzchen für einen Moment die großen Sorgen des Ehepaars vergessen. Der Tod und das Leben, sie liegen in diesem Kapitel des Films ganz besonders dicht beisammen. Genau hinschauen sollte, wer den Handlungsort Stuttgart kennt. Markante Plätze und vertraute Einkaufspassagen sind da ebenso zu entdecken wie der phantastische Blick von der Adresse des Hebammen-Therapeuten-Paares in einer schicken Wohngegend über die im Kessel liegende Innenstadt. Auch Comedy-Star Michael Gaedt, Stuttgarter Original und Mitglied der „Kleinen Tierschau“, hat einen Kurzauftritt mit Zigarette.


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WIR SIND DIE NEUEN – 92 min. – Ab 6 J.
Nach 35 Jahren sitzen drei alte Freunde wieder beisammen in ihrer WG-Küche, auf einmal nicht mehr so sicher, ob das so eine gute Idee war mit dem Zusammenziehen und dem Aufkochen der alten Zeiten. Obwohl: diskutieren, sich fetzen, das können sie noch genauso gut wie damals. Wenn Studenten von früher auf Studenten von heute treffen und Lebensträume von einst auf Lebensentwürfe von jetzt: Mit “Shoppen” legte Regisseur und Drehbuchautor Ralf Westhoff ein ausgesprochen innovatives Debüt vor, mit “Der letzte schöne Herbsttag” legte er liebevoll-charmant nach, seine neue Generationen-Geschichte ist eine überzeugende, vor scharfzüngigem Dialogwitz nur so funkelnde WG-Komödie der besonderen Art. Es geht um Lebensträume, Lebenswege und Lebenswirklichkeiten. Gekonnt läßt er seine überzeugend aufspielenden Protagonisten über die Bedeutung von Freiheit und Freundschaft streiten, über den Sinn von Karriere und Geld und die Wichtigkeit von Sicherheit im Leben, kurz darüber, was denn überhaupt ein Leben ausmacht. Herrlich frech und zuweilen böse läßt er die Generationen aufeinander treffen, und die jeweiligen Vorstellungen und Gewohnheiten gehörig durcheinanderwirbeln. Die Alten müssen sich fragen lassen, ob man wirklich die Zeit zurückdrehen kann ins Paradies der Jugend, das vielleicht doch nur in der Erinnerung so paradiesisch war. Und die Jungen erleben, das Karriereplanung noch lange keine Lebensplanung ist. Inszeniert ist das recht gesellschaftskritisch, aber so unterhaltsam ohne philosophisches Lamentieren, ohne kammerspielartige Beengtheit, so genau ist alles exakt auf den satirischen Punkt gebracht, dass man immer wieder herzhaft über die Pointen des Jungseins und des Älterwerdens lacht. Grandios sind seine wie auch in den bisherigen Filmen perfekt zusammengestellten Figuren, die von Gisela Schneeberger, Michael Wittenborn und Heiner Lauterbach als Alt-WGler und von Claudia Eisinger, Karoline Schuch und Patrick Güldenberg als Jung-Studenten mit großer Spielfreude zu Leben erfüllt werden. Sie repräsentieren unterschiedliche Typen und sind doch lebensechte Menschen mit Herz und Charakter. Am Ende haben sie tatsächlich zueinander gefunden und alle ein bißchen auch zu sich selbst. Oder wie Gisela Schneeberger es am Ende sagt: Manchmal gibt es Tage, da ist man dem Sinn des Lebens weit entfernt, aber manchmal gibt es Tage, da kann man ihm ein klein wenig näher rücken. Dieser Kinofilm beschert einem eindeutig einen sehr guten Tag.

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DIPLOMATIE - 84 min. - Ab 12 Jahren.
"Paris darf nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen", so lautete Hitlers Befehl am 23. August 1944 angesichts des alliierten Vormarsches auf die französische Hauptstadt. Organisieren sollte die Wahnsinnstat der deutsche General Dietrich von Choltitz. Erst wenige Tage vorher zum "Kommandierenden General und Wehrmachtbefehlshaber von Groß-Paris" ernannt, führte der den Befehl nicht aus, sondern kapitulierte am 25. August 1944 und übergab die relativ intakte Stadt den Siegern. Über die Gründe der Befehlsverweigerung kursieren die unterschiedlichsten Spekulationen. Volker Schlöndorff reizte nun die politische Dimension und die Würdigung der Seinemetropole, die er bis in den letzten Winkel während seiner Tätigkeit als Regieassistent bei Louis Malle und Jean-Pierre Melville erkundete. Rein fiktiv beschreibt er die Schicksalsnacht vom 24. auf den 25. August. Choltitz und seine Männer haben alles für die Sprengung vorbereitet, Notre Dame, Louvre, Eiffelturm, die Seinebrücken, alle Wahrzeichen sind vermint. Der Tod von Hunderttausenden Bürgern wird in Kauf genommen. Kurz bevor der endgültige Befehl erteilt wird, betritt der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling das Zimmer des Generals. Er versucht alles, um die Kulturmetropole zu retten. Volker Schlöndorffs Film, der auf dem gleichnamigen Theaterstück von Cyril Gély beruht, zeichnet ein Treffen zweier historischer Figuren nach, das es so nie gegeben hat. Und doch beruhen die Eckpunkte auf Tatsachen. Denn in der Tat hatte von Choltitz Zweifel an der Entscheidung, Paris in die Luft zu sprengen und erteilte letzten Ende genau diesen Befehl nicht. Ebenso ist die Ehrung des Generalkonsuls Nordling für die Rettung der Stadt historisch verbürgt. Sowohl der Film als auch das Theaterstück stützen sich in ihrem Szenario auf diese historischen Eckdaten. Und Schlöndorff gelingt es, das Bühnenstück mit gezielt eingesetzten filmischen Mitteln in ein spannendes und atmosphärisch packendes filmisches Kammerspiel zu verwandeln. Nur wenige Szenen spielen außerhalb des Besprechungszimmers, nur selten verlässt die Kamera die Kontrahenten, die sich als ebenbürtige Gegner und Gesprächspartner begegnen. Niels Arestrup als Dietrich von Choltitz und André Dussollier als RaoulNordling stehen sich in nichts nach, ihre Argumente sind wohlweislich gewählt, jeder Satz steckt voller Doppelbödigkeiten und Subtext. DIPLOMATIE ist ein konzentriert erzählter, spannender und komplexer Film über ein (fiktives) Stück der Geschichte. Dazu eine großartige Lektion über die Kraft und Macht der Diplomatie.

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20.30 13.15
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Keira Knightley, Mark Ruffalo in   CAN A SONG SAVE YOUR LIFE? – 104 min. – Ab 6 J.
Dies fragt der irische Filmemacher John Carney, der mit ONCE aus dem Jahr 2006 einen Überraschungshit landete, gekrönt mit einem Oscar für den Besten Filmsong. Die Antwort lautet schlicht: "Ja!" Nicht nur für die beiden vorzüglich harmonierenden Hauptdarsteller Keira Knightley und Mark Ruffalo, sondern auch für alle Kinogänger, die bereits aufgegeben haben zu glauben, dass es noch anrührende (Liebes-)Geschichten gibt, bei den sich nicht plump Herz auf Schmerz reimt. Greta, das Englishgirl in New York, wird von ihrer Jugendliebe, ihrem Singer/Songerwriter-Partner Dave schnöde hintergangen. Einen Super-Plattendeal hat er gelandet, Rockstar-Allüren und Asia-Groupie folgen. Nur noch zurück nach Hause will Greta, die den letzten Abend in einem East Village Club verbringt. Einen selbstkomponierten Song gibt sie im Laufe der Open-Mike-Night zum Besten, und der abgetakelte, zufällig anwesende Indie-Label-Produzent Dan weiß, dass er gerade einen potentiellen Hit gehört hat. Um die Schwierigkeiten in Sachen Liebe und Beziehung geht es, um die veränderten Bedingungen im Musikgeschäft, bei dem die Promotion längst wichtiger ist als das Produkt. Leise Kritik übt Carney diesbezüglich, überträgt aber gleichzeitig den populären Hip-Hoppern Mos Def und CeeLo Green kleine aber gewichtige Music-Biz-Nebenrollen. Dies trägt maßgeblich zur Authentizität des Films bei, wie auch das Setting im Big Apple, dessen Bars, Lofts und Straßen den unaufdringlichem Naturalismus dieses "Summer in the City" unterstreichen. Ein Märchen, zig Mal erzählt, aber seit Langem nicht so frisch und flott wie hier. Als Art Musical legt der gelernte Bassist Carney, er spielte Anfang der 90er bei der Rockband The Frames, seinen Film an, sein Handwerk, das er sich als Videoclip-Regisseur angeeignete, kommt voll zum Tragen. Eine Musical, Liebes- und Selbstfindungsgeschichte, die authentisch auch von der Schwierigkeit erzählt, Liebe und Karriere in Einklang zu bringen. "Grandios gespielte, tragikomische Hymne auf Kreativität, Freundschaft und das Wahrhaftige in der Musik, idealistisch-weltfremd, aber wunderschön!“ Cinema. Die Empfehlung.

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> Letzte Vorstellung.

Bundesstart    DIE MANNSCHAFT - 88 min. - Ab 0 Jahren.
Es sind Bilder, die im Gedächtnis bleiben werden! Jetzt kommen die FIFA-Fußballweltmeister in die deutschen Kinos! Erleben Sie neben den ganz grossen Gefühlen auf dem Platz auch die unbekannten, kleinen Geschichten: Vom Trainingslager in Südtirol über das Campo Bahia in Brasilien bis zur Siegesfeier in der Kabine. Erleben Sie noch einmal diese aussergewöhnliche Stimmung, die vielen einzigartigen Momente sowie die emotionalen und sportlichen Höhepunkte des FIFA World Cups 2014. Eine Kooperation der FIFA mit dem DFB und Little Shark Entertainment.

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HECTORS REISE  oder: Die Suche nach dem Glück – 119 min. – Ab 12 J.
So sehr sich der Londoner Psychiater Hector auch bemüht, seine Patienten werden einfach nicht glücklich. Kurz entschlossen lässt er seinen Alltag zurück und begibt sich auf eine Weltreise, um das Glück zu erkunden. Dabei trifft er gestresste Investmentbanker und verführerische Frauen, weise Mönche, Drogendealer mit Herz, alte Freunde und seine erste große Liebe. Seine Beobachtungen hält er in einem Notizbuch fest, und am Ende kommt er zu einem überraschenden Ergebnis. Peter Chelsoms Verfilmung von François Lelords Weltbestseller entführt in eine Welt voller Abenteuer, von Europa über China und Südafrika bis nach Los Angeles. Dabei lernt man viel über das Glück, das auch mal nur ein Eintopf sein kann. In dem augen-zwinkernd-philosophischen, lustigen und emotionalen Trip glänzt ein Star-Ensemble: Dem britischen Comedian Simon Pegg helfen schillernde Sidekicks wie Jean Reno, Stellan Skarsgard, Toni Colette, Christopher Plummer sowie Veronica Ferres und Rosamunde Pike bei der Suche nach dem flüchtigen Gefühl, das alle wollen.

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18.00 18.00

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RHEINGOLD – Gesichter eines Flusses - 94 min. - Ab 0 Jahren.
Von den Hochalpen bis zur Nordsee erstreckt sich der Rhein über eine einzigartige landschaftliche Vielfalt und prägt die umliegende Natur-, Tier- und Menschenwelt. Nicht umsonst sagt man ihm nach, er sei die Hauptschlagader Europas, immerhin verbindet er Berge und Wasser sowie sechs Länder miteinander: die Schweiz, Österreich, Liechtenstein, Deutschland, Frankreich und Niederlande. Aus der Vogelperspektive unternimmt die Doku eine Reise in die unterschiedlichsten Rhein-Regionen und erklärt die historischen Hintergründe in Bezug auf den Fluss. Diese verschiedenen "Gesichter eines Flusses" zeigt der Film bei einem Flug entlang des Rheins in atemberaubenden Luftaufnahmen. Die Vogelperspektive erlaubt eine völlig neue Sichtweise auf Landschaften und Städte, die man sonst nur in begrenzten Ausschnitten und als Einzelmotive wahrnimmt. Ist die Reiseroute durch den Flusslauf vorgegeben, so haben die Regisseure Peter Bardehle (Die Nordsee von oben) und Lena Leonhardt doch interessante Etappen und Stationen gewählt, an denen sie die verschiedenen Aspekte verdeutlichen. Natur- und Industriegebiete sind gleichermaßen ästhetisch aufgenommen und entwickeln so ihren ganz besonderen Reiz. Dabei ist die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur gut dargestellt. Obwohl kaum Personen zu sehen sind, machen die Kontraste zwischen naturbelassenen, industrialisierten und renaturierten Gebieten in den einzelnen Flussabschnitten die menschlichen Eingriffe sichtbar. Aber auch die Historie ist stets präsent: Städte und Burgen am Ufer zeugen von Wohlstand und kultureller Blüte, aber auch von Kriegen und Eroberungen. Dazu liefert der Film viele interessante Sachinformationen, die immer wieder mit mythologischen Elementen und Legenden verknüpft werden. Auch der Filmtitel "Rheingold" und die Filmmusik von Steffen Wick und Simon Detel, die das Walhall-Motiv aus Richard Wagners gleichnamiger Oper variiert, sind geprägt von der mit dem Fluss verbundenen Mythologie. Dadurch wird unterstrichen, dass der Rhein seit alters her nicht nur ein Fluss war, sondern als Symbol für Vieles herhalten musste, oft besungen, romantisch verklärt, glorifiziert und auch personifiziert wurde. Dieser Linie folgt der Film, indem er "Vater Rhein" eine Stimme verleiht: Ben Becker mit seiner sonoren Bassstimme spricht in der Ich-Form literarisch-poetische Texte, Anne Moll übernimmt den Informationspart.

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DER KLEINE NICK MACHT FERIEN - 97 min. - Ab 0 Jahren.
Endlich Sommerferien! Der kleine Nick freut sich riesig, bedeutet das doch keine Schule und keine blöden Lehrer. Und außerdem ein Urlaub am Meer. Dort erlebt Nick mit seinen neuen Freunden viele kleine Abenteuer. Selbst das Mädchen Isabelle, das Nick zunächst nur nervt, entpuppt sich als mehr als nett. Die Erwachsenen wiederum haben ihre eigenen Konflikte und pflegen ihre kleinen alltäglichen Kappeleien, die für die Zuschauer erheiternd ausgetragen werden. Im Jahr 2009 gehörte die erste Realverfilmung des Kinderbuch-Bestsellers von René Goscinny und Jean-Jacques Sempé zu den erfolgreichsten Filmen in Frankreich. Nun folgt der zweite Streich, wieder in der Regie von Laurent Tirard. Erzählt werden die Geschichten, die in den 1960er Jahren spielen, aus der Perspektive des Jungen Nick, der vor allem durch seine äußerst frechen Streiche auffällt, die er den Erwachsenen gerne spielt. Ein bunter Reigen an kindgerechten Einfällen, die keine Minute der Langeweile zulassen und dem, gerade in seinen herrlich nostalgischen Momenten auch Erwachsene gerne folgen. Familien-Urlaubskino vom Feinsten. So bezaubernd wie die erste Urlaubsliebe. Und so erfrischend wie ein Sommertag am Strand.

Mo 24.11.14 Di 25.11.14 Mi 26.11.14 Do 27.11.14 Fr 28.11.14 Sa 29.11.14 So 30.11.14 Mo 1.12.14 Di 2.12.14 Mi 3.12.14
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