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  Der grosse Saal sagt hallo!  Kinoansicht. S-Bahn Obertürkheim: 200m geradeaus und gleich links sehen Sie mich!



Programm von Montag, 25.8. bis Mittwoch, 3.9.2014.

Auch den gastronomisch-gemütlichen Teil finden Sie in unserem Haus:  Zeit um einzukehren, vor oder nach dem Film.
Unser Gastroteam bewirtet Sie mit schwäbischen Spezialitäten, auch auf unserer Aussenterrasse.
NEU!  Ganz frisch aus dem Topf! Superlecker!
Jeden Montag Maultaschen-Mittagstisch. Jeden Donnerstag Fleischküchle-Mittagstisch (jeweils von 11.30 bis 13.30 Uhr).
Reservierungen über unseren Kino-AB (Tel. 0711-9189640) oder direkt im Restaurant "dr Schbruchbeidl" (Tel. 0711-3277059).

WIR SIND DIE NEUEN – 92 min. – Ab 6 J.
Nach 35 Jahren sitzen drei alte Freunde wieder beisammen in ihrer WG-Küche, auf einmal nicht mehr so sicher, ob das so eine gute Idee war mit dem Zusammenziehen und dem Aufkochen der alten Zeiten. Obwohl: diskutieren, sich fetzen, das können sie noch genauso gut wie damals. Wenn Studenten von früher auf Studenten von heute treffen und Lebensträume von einst auf Lebensentwürfe von jetzt: Mit “Shoppen” legte Regisseur und Drehbuchautor Ralf Westhoff ein ausgesprochen innovatives Debüt vor, mit “Der letzte schöne Herbsttag” legte er liebevoll-charmant nach, seine neue Generationen-Geschichte ist eine überzeugende, vor scharfzüngigem Dialogwitz nur so funkelnde WG-Komödie der besonderen Art. Es geht um Lebensträume, Lebenswege und Lebenswirklichkeiten. Gekonnt läßt er seine überzeugend aufspielenden Protagonisten über die Bedeutung von Freiheit und Freundschaft streiten, über den Sinn von Karriere und Geld und die Wichtigkeit von Sicherheit im Leben, kurz darüber, was denn überhaupt ein Leben ausmacht. Herrlich frech und zuweilen böse läßt er die Generationen aufeinander treffen, und die jeweiligen Vorstellungen und Gewohnheiten gehörig durcheinanderwirbeln. Die Alten müssen sich fragen lassen, ob man wirklich die Zeit zurückdrehen kann ins Paradies der Jugend, das vielleicht doch nur in der Erinnerung so paradiesisch war. Und die Jungen erleben, das Karriereplanung noch lange keine Lebensplanung ist. Inszeniert ist das recht gesellschaftskritisch, aber so unterhaltsam ohne philosophisches Lamentieren, ohne kammerspielartige Beengtheit, so genau ist alles exakt auf den satirischen Punkt gebracht, dass man immer wieder herzhaft über die Pointen des Jungseins und des Älterwerdens lacht. Grandios sind seine wie auch in den bisherigen Filmen perfekt zusammengestellten Figuren, die von Gisela Schneeberger, Michael Wittenborn und Heiner Lauterbach als Alt-WGler und von Claudia Eisinger, Karoline Schuch und Patrick Güldenberg als Jung-Studenten mit großer Spielfreude zu Leben erfüllt werden. Sie repräsentieren unterschiedliche Typen und sind doch lebensechte Menschen mit Herz und Charakter. Am Ende haben sie tatsächlich zueinander gefunden und alle ein bißchen auch zu sich selbst. Oder wie Gisela Schneeberger es am Ende sagt: Manchmal gibt es Tage, da ist man dem Sinn des Lebens weit entfernt, aber manchmal gibt es Tage, da kann man ihm ein klein wenig näher rücken. Dieser Kinofilm beschert einem eindeutig einen sehr guten Tag.

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BOYHOOD – 164 min. – Ab 12 J.
Das hat es im Kino noch nicht gegeben: 2002 begann Richard Linklater dieses Filmprojekt, dass einen Jungen beim Erwachsenwerden begleitet. Am Anfang der Dreharbeiten ist Mason ist ein 6jähriges Schulkind, am Ende geht er mit 19 Jahren ans College. Erzählt wird aus der Perspektive des Jungen. Ein filmisches Familienalbum, das klug wie komisch, gefühlvoll wie unsentimental die Zuschauer am Leben einer Patchwork-Familie teilhaben lässt. Jedes Jahr kam Linklater mit seinem Filmteam zusammen und filmte die Darsteller in ihren Rollen. Keine Rolle wurde dabei umbesetzt. So sieht der Zuschauer immer wieder Ausschnitte aus einem fiktiven Leben und begegnet den Figuren, die so echt und authentisch in Szene gesetzt werden, dass ein fast dokumentarischer Eindruck entsteht. Patricia Arquette und Ethan Hawke als Mutter und Vater verkörpern glaubhaft ihre Konflikte und Sehnsüchte, kein Dialog wirkt überzogen, Probleme werden glaubhaft vermittelt. Dass der Film so berührt und begeistert, liegt vor allen Dingen an den jungen Darstellern, allen voran Ellar Coltrane als Mason. Man sieht ihn vor der Kamera aufwachsen, schließt ihn ins Herz und begleitet ihn als Kind, Teenager sowie bei den ersten Schritten ins erwachsene Leben, einschließlich Berufswahl und Liebesnöten. Sein differenziert wirkendes Spiel ist ein Glückstreffer der Besetzung, und schon als kleiner Junge nimmt seine große Leinwandpräsenz den Zuschauer gefangen. Durch eine ausgeklügelte Montage werden die einzelnen Szenen so stimmig miteinander verbunden, dass man glaubt, die Geschichte an einem Stück zu verfolgen. Nie verliert der Film die innere Spannung, immer führen Entwicklungen den Zuschauer durch die Geschichte. Durch die enge und exzellente Kameraführung ist man mitten drin in der Familie und wird förmlich ein Teil von ihr. Und durch den Soundtrack und die popkulturellen Referenzen ist der Film auch eine Milieustudie der USA in den vergangenen Jahren. Er dokumentiert Zeitgeschichte, Politik und gesellschaftliches Klima. So ist BOYHOOD als gelungenes filmisches Experiment ein großer Film über eine Gesellschaft im Wandel. Gleichzeitig aber auch ein kleiner und zärtlicher Film über eine Familie und einen kleinen Jungen, der erwachsen wird. Ihm dabei zuzusehen, ist eine einmalige und lohnende Erfahrung. Ein gelungener Versuch, für den der Regisseur auf der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie belohnt wurde.

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Alice Cooper, Anthrax, Deep Purple, Henry Rollins, Motörhead, Rammstein ...   WACKEN – DER FILM – 96 min. – Ab 6 J.
Seit 1990 ist das Metal-Festival in dem kleinen Dorf Wacken in Schleswig-Holstein aus der Metal-Szene nicht mehr wegzudenken und hat sich auch über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Jährlich besuchen rund hier 75.000 Fans das viertägige musikalische Großereignis und versetzen den Ort dadurch in einen regelrechten Ausnahmezustand. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums taucht diese Doku in den Mikrokosmos des Festivals ein, bei dem man als Zuschauer mittendrin ist. Ein Kinoerlebnis für alle Sinne. Man ist einer von ihnen, die Rammsteins "Du hast" mitsingen, gleitet mit Deep Purple in der untergehenden Sonne zu "Smoke on the Water" über ein endloses Meer von Menschen, man sieht Alice Cooper und Anthrax, geht mit Fans aus aller Welt in die Zeltstädte, und ist fasziniert von der Euphorie der Festivalbesucher, die friedlich und ausgelassen miteinander feiern. Nicht nur für Fans der Musik ein einmaliger Einblick in ein Paralleluniversum, das es so wohl sonst nirgendwo gibt.

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22.50
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Von Jean-Pierre Jeunet (Die fabelhafte Welt der Amelie):    DIE KARTE MEINER TRÄUME – 105 min. – Ab 6 J.
Kein Wunder, dass sich der Vater von Amélie Poulain ("Die fabelhafte Welt der Amélie") von Reif Larsens Erfolgsroman hingerissen zeigte, der kindliche Fantasie mit wissenschaftlichem Denken mixt. Der zwölfjährige T.S. Spivet ist ein Held, der perfekt in Jean-Pierre Jeunets Universum grenzenloser Imagination passt. Der hochbegabte kleine Kerl lebt mit seinen Eltern und der älteren Schwester auf einer idyllischen Ranch in Montana. Seine technische Entwicklung, eine Art Perpetuum Mobile für gesellschaftliche Prozesse, bringt das Smithsonian Institut in Washington dazu, ihn mit dem renommierten Baird Price für Innovation auszuzeichnen, allerdings in Unkenntnis seines Alters. Um den Preis persönlich entgegenzunehmen, macht sich der Junge heimlich auf den Weg in die ferne Bundeshauptstadt. Eine Initiationsreise, die ihn durch ein Postkarten-Amerika führt, wo der Himmel blau, die Wiesen grün und neben einigen Bösewichten, die nur an Ruhm, Geld und Fernseh-Promotion interessiert sind, der Großteil der Menschen während des abenteuerlichen Zug-Trips sich durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auszeichnet. Jeunet vermittelt die Atmosphäre des Romans intensiv und inszeniert trotz aller Distanz zur Hauptfigur ein anrührendes Roadmovie, was vor allem an der verzaubernden Leinwandpräsenz von Kyle Catlett als Mini-Einstein liegt, dessen Talent von Lehrern und Familie ignoriert wird, der wachen Auges durch Amerika vagabundiert, den konservativen Honoratioren bei der Preisverleihung die Leviten liest und in einem Moment der Wahrheit ein dunkles Geheimnis und verschwiegenes Trauma öffentlich macht. Dass die Schurken im Reality-TV sitzen, ist ein netter Schlenker auf die Macht der Medien und dass Vater und Mutter gegen Moderatoren und sonstige Einflüsterer Front machen und die Familie zusammenfindet, wohl der US-Familienideologie geschuldet. Neben der grandiosen Kamera von Thomas Hardmeier, der die Landschaften in magisches Licht taucht, sorgen Helena Bonham Carter und Callum Keith Rennie als Eltern, Judy Davis als süß-saure Wissenschaftlerin mit Faible für TV-Glamour in dieser französisch-kanadischen Koproduktion für schauspielerische Highlights.

Mo 25.8.14 Di 26.8.14 Mi 27.8.14 Do 28.8.14 Fr 29.8.14 Sa 30.8.14 So 31.8.14 Mo 1.9.14 Di 2.9.14 Mi 3.9.14
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WILLKOMMEN BEI HABIB – 115 min. – Ab 6 J.
Nach "Waschen und leben" inszeniert Michael Baumann abermals einen "Short Cuts" in Stuttgart, den er als Kulturschmelztiegel zeigt, der im Hochsommer unter einem Streik der Müllabfuhr leidet. Auch im übertragenen Sinn haben sich Altlasten angesammelt, die es abzutragen gilt. Alles läuft auf eine Bereinigung, einen Neuanfang hinaus, aber dafür muss erst einmal das bisherige Leben zusammenbrechen. Das alles geschieht im direkten Umfeld von Habibs Dönerimbiss auf der Verkehrsinsel am Stuttgarter Wilhelmsplatz. Direkt davor ist Manager Bruno (beeindruckend: Thorsten Merten, "Halbe Treppe") gestrandet, durch eine Intrige aus seiner Firma geschasst und unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Er ist im gleichen Alter wie Habib selbst (Vedat Erincin aus "Almanya"), der einst seine Jugendliebe in der Türkei sitzen ließ und sie bei einer Hochzeit wieder trifft. Hinzu gesellt sich der aus der Klinik ausgerissene 78-jährige Ingo (der stachelige Klaus Manchen rührt zu Herzen), der nach vielen Jahrzehnten zu seiner verlorenen Tochter Kontakt aufnehmen will und im Internetcafé von Habibs Frau mit sich ringt. Schließlich ist da Habibs verheirateter Sohn Neco (Burat Yigit), der trotz kleinem Kind am liebsten mit seiner deutschen Geliebten in die Türkei durchbrennen will, um das unbekannte Land seiner Ahnen zu sehen. So suchen sie alle Identität, Frieden mit sich und eine (neue) Heimat, die Turbulenzen, denen sie ausgesetzt sind, meistert Baumann in verschiedenen Tonlagen von komödiantisch bis dramatisch, heiter bis tragisch. Glück und Schmerz liegen eng beieinander und auch wenn manch einer am Ende dieser vier Tage ganz schön mitgenommen ist und nicht jeder Kampf harmlos endet, es bleibt ein optimistischer Grundton, der die Wehmut aber auch nicht verhüllt. Verhalten zeigt Baumann den langen Weg auf, sich tief sitzenden (Beziehungs)Fragen zu stellen, mit eigener Schuld, mit Betrug und Verlust umzugehen. Eine traurig-komische Großstadt-Rhapsodie um schicksalhafte Entscheidungstage eines Männer-Quartetts, das mit so manchen Lebenslügen konfrontiert wird.

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20.30 17.45 17.45
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NICOLE KIDMAN: GRACE OF MONACO – 102 min. – Ab 6 J.
US-Produzent Harvey Weinstein zeigte sich unzufrieden mit Olivier Dahans Endfassung des Films und dachte laut darüber nach, das Werk so nicht in die US-Kinos zu bringen, der Regisseur pochte auf seine Rechte und dann verkündete auch noch das monegassische Fürstenhaus, die Eröffnungsgala in Cannes 2014 zu boykottieren, weil der Film die Familiengeschichte "zu rein kommerziellen Zwecken" verdrehe. Dahan hält dagegen und deklariert seinen neuen Film als fiktionale Erzählung, die von realen Ereignissen nur inspiriert wurde. Es ist ein Märchen an der sonnigen Cote d'Azur, wo dunkle Mächte das kleine Fürstentum bedrängen und die blonde Hollywood-Schöne Grace Kelly zur wirklichen Hoheit mit Herz reifen lassen. Wie Nicole Kidman als charismatische Grace über sich hinauswächst und mit Diplomatie die internationale Politik in Bann schlägt, ist emotional spannend inszeniert. Dahan fokussiert sich auf den inneren Konflikt der Schauspielerin und Stilikone zwischen künstlerischer Entfaltung und Pflichterfüllung gegenüber ihrem Mann Rainier und dessen Land. Geschickt hält der Film die Balance zwischen Schicksalsdrama und Politthriller. Und auch Kidmans Unnahbarkeit passt perfekt zur Rolle der unglücklichen Landesmutter. Rainiers Dauerfehde mit dem millardenschweren Reeder Onassis und dessen Affäre mit Operndiva Maria Callas sorgen darüber hinaus für zusätzlichen Glamour. Es sind letztlich die in der Hitze flirrenden Landschaftsbilder von Kameramann Eric Gautier, die im Gedächtnis bleiben, der Moment des persönlichen Umbruchs sowie die komplexe und immer noch geheimnisvolle Grace Kelly, die mit nur 52 Jahren bei einem Autounfall starb.

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Die neue Bestseller-Verfilmung von Nick Hornby   A LONG WAY DOWN – 96 min. – Ab 6 J.
Auf dem Dach eines Londoner Hochhauses: Nicht nur einer hat hier die Idee, seinem Leben ein Ende zu setzen. Überrumpelt von unerwarteter Gesellschaft verbringen vier Gleichgesinnte eine ereignisreiche Nacht gemeinsam, sie lernen sich unfreiwillig besser kennen und schließen bei Sonnenaufgang einen Pakt: Neuer Selbstmordtermin ist der Valentinstag, vorher wird keiner aktiv! Es bleiben sechs Wochen, die gemeinsam überlebt werden müssen! Virtuos bietet diese charmant gefühlvolle Dramödie trockenen britischen Humor vom feinsten. Kein Wunder, stammt der Roman um vier Selbstmordkandidaten vom beliebten englischen Popliteraten Nick Hornby. Seine unorthodoxe und unverkrampfte Herangehensweise samt pointierten Dialogen setzt Regisseur Pascal Chaumeil brillant um. Ihm gelingt mit der ironischen Fabel über vier Verzweifelte eine gekonnte Gratwanderung zwischen bissigem Humor und beschwingtem Charme. Seine turbulente Inszenierung über Höhen und Tiefen des Lebens und die Kraft der Freundschaft überzeugt nicht zuletzt durch ihre lebensbejahende Botschaft.

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EINMAL HANS MIT SCHARFER SOSSE – 96 min. – Ab 6 J.
Hatice hat ein Problem: Sie braucht dringend einen Mann. Denn ihre jüngere Schwester ist schwanger und muss so schnell wie möglich heiraten. Das darf sie allerdings erst, wenn auch Hatice unter der Haube ist, so will es eine alte anatolische Tradition, an der Vater Ismail eisern festhält. Ein Türke soll es auf keinen Fall sein, sondern ein Deutscher, in dem aber gehörig das türkische Feuer lodern sollte! Doch woher nehmen, diesen "Hans mit scharfer Soße"? In der Tradition erfolgreicher Culture-Clash-Comedies steht der Multi-Kulti-Spaß von Buket Alakus. Die Adaption des Bestsellers von Hatice Akyün spielt mit sämtlichen Klischees deutsch-türkischer Eigenheiten, Sitten und Gebräuche, und ironisiert sie liebenswert, locker-leicht und witzig. Eine bestens unterhaltende Sommerkomödie, ein Culture-Clash-Spaß zum Ablachen.


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DER 100JÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND – 113 min. – Ab 12 J.
32 Wochen auf Platz Eins der Spiegelbestsellerliste: Jonas Jonassons kultiges Erstlingswerk schrie sozusagen nach einer Verfilmung. Seine Mischung aus lakonischer Satire und intelligenter Geschichtsstunde traf offenkundig einen Nerv. Und was Felix Herngren daraus gemacht hat, ist zum Schreien komisch und passt zum Trend, alte Menschen nicht in die Ecke zu stellen, sondern aufmüpfig durchs Rest-Leben ziehen zu lassen. Allan Karlsson ist einer dieser "Senioren", die sich nicht im Altenheim betütteln lassen wollen. Seinen 100. Geburtstag mag er nicht mit Luftballons, Liedern und Kuchen feiern, er macht sich klammheimlich auf die Filzpantoffeln, raus aus dem Fenster, rein in ein neues Abenteuer. Mit 100 ist schliesslich noch lange nicht Schluss. Schwedens Komiker-Ass Robert Gustafsson mimt den schlitzohrigen Oldie mit hinterhältiger Chuzpe und lässt in seinen Anekdoten aus sehr eigenwilliger Perspektive das politische Geschehen des 20. Jahrhunderts Revue passieren, sein Wodka-Besäufnis mit Stalin, den Stress mit Albert Einsteins Halbbruder, seine Begegnung mit Franco, Kontaktpflege zu wichtigen Geheimdiensten. Natürlich mischte er auch kräftig mit beim Bau der Atombombe und dem Fall der Berliner Mauer. Skurriler Humor inklusive kleiner Morde unter Mafiagesellen, eine große Unverzagtheit und Lust an der Subversion prägen diese Geschichte über einen Querdenker, der sich ganz cool nach dem Motto seiner Mutter "Es ist, wie es ist, und wie's kommt, so kommt's" durchs Leben laviert. Herngren enttäuscht die hohen Erwartungen nicht, setzt auf herrliche Situationskomik und eine bunte Schauspielerriege, und nicht zu vergessen Elefantendame Sonja, die schon mal eingreift, wenn's nötig ist und wie die anderen ihren Lebensabend unter Palmen genießt.

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18.00
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GRAND BUDAPEST HOTEL - 101 min. – Ab 12 J.
Ein Schriftsteller kommt im Grand Budapest Hotel, das schon bessere Zeiten erlebt hat, mit einem Stammgast ins Gespräch. Er erfährt, dass ihm das Hotel einst gehörte und er dort als Lobbyboy angefangen hatte. Dies war zu einer Zeit, als der galante Monsieur Gustave noch für makellosen Service sorgte, insbesondere gegenüber der weiblichen Klientel, und in ein erstaunliches Abenteuer gerät, als er im Testament einer reichen Witwe berücksichtigt und bald als deren Mörder gejagt wird. Eine wunderbar schräge und originelle Komödie von Regiemeister Wes Anderson mit einem herausragenden Ensemble, darunter Ralph Fiennes, Jude Law, Willem Dafoe, Adrien Brody, Tilda Swinton, Jeff Goldblum und Bill Murray. Die Kombination von unverwechselbarer filmischer Handschrift mit ungebrochenem Gespür für skurrile Charaktere und eine wunderbar absurde, anrührende, bisweilen konditorsüße Geschichte hebt den Film deutlich ab von "gängigen" Erzählweisen. Die historischen wie räumlichen Referenzen sind verfälscht aber dennoch verständlich. Die Verfremdung ist dabei kein Selbstzweck oder Umschiffen einer Sorgfalt im Umgang mit bestimmten historischen Kontexten. Es ist viel mehr ein klares Bekenntnis für eine Fiktion, die ihre eigene Wichtigkeit hat. Ein Concierge erklärt dem Lobby Boy die Bedeutung seiner Aufgabe und die Regeln, die er zu befolgen hat. Im Kern bedeuten diese Regeln, seinen Job, sich selbst und alle Anderen zu respektieren und mit Anstand zu behandeln. Im Laufe des Filmes hat man Gelegenheit, den Erfolg dieser Lebensphilosophie in den absurdesten und scheinbar ausweglosen Situationen erleben zu dürfen. Die Figuren werden dabei nie dogmatisch oder verlieren ihre menschlichen Schwächen. Es sind die politischen Systeme, die behaupten, diese Schwächen überwunden zu haben, und die so dem Grand Budapest Hotel über die Jahrzehnte hinweg versuchen, den Charme zu rauben.

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Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
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Deutscher Filmpreis 2014:   DAS FINSTERE TAL – 115 min. – Ab 12 J.
Über einen versteckten Pfad, irgendwo hoch oben in den Alpen, erreicht ein einsamer Reiter ein kleines Dorf. Unverhohlenes Misstrauen schlägt ihm entgegen. Die Söhne des Brenner-Bauern, der über Wohl und Wehe der Dorfbewohner entscheidet, hätten ihn wohl weggejagt. Doch für eine Handvoll Goldmünzen wird ihm den Winter über Quartier gewährt. Die bevorstehende Hochzeit der jungen Luzi scheint derweil wie ein dunkler Schatten über den Bewohnern des Tals zu liegen. Und dann kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Brenner-Sohn sein Leben lässt. Hat der Fremde gar eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen? Andreas Prochaska zählt in seiner Heimat Österreich zu den künstlerisch und kommerziell erfolgreichsten Regisseuren. Seine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers mit Sam Riley ist eine furiose Mischung aus vielschichtigem Western und packendem Drama. Prochaska bietet ein meisterhaftes Rachestück, mit archaisch anmutenden Bildern zelebriert der Regisseur die unwirtliche Landschaft im winterlichen Alpental. Wie es sich für Western und Heimatfilm gehört, sind Gut und Böse schnörkellos verteilt und werden hier exzellent dargeboten. Tobias Moretti spielt seinen fiesen Bösewicht bis zum Anschlag. Paula Beer mimt die naive Braut, die sich traut. Und Sam Riley wandelt als wortkarger Einzelgänger mit unangestrengter Coolness in den „Pale Rider“-Spuren von Clint Eastwood. Sehenswürdiges Genrekino, ein packender Austria-Western. Ein Kinoerlebnis.

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20.30

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Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
> Wegen anhaltender Nachfrage nochmals verlängert. Weitere Vorstellungen folgen. Nur noch kurze Zeit!

Anlässlich des Geburtstages von Walter Schultheiß nochmals für kurze Zeit bei uns im Programm.
GLOBAL PLAYER - WO WIR SIND ISCH VORNE – 98 min. – Ab 6 J.
Regisseur Hannes Stöhr ist Exil-Schwabe in Berlin. Nach seinen vielbeachteten Erfolgen „Berlin is in Germany“ und „Berlin Calling“ kehrt der in Hechingen geborene Filmemacher nun in die Heimat zurück. Sein neuer Film erzählt realitätsnah und spannend von einem traditionsreichen schwäbischen Familienbetrieb in der Krise, der vor dem Zugriff der Chinesen gerettet werden soll. Die Frage, wie man den gebeutelten Betrieb in die Zukunft führen soll, führt zu einem handfesten Generationenkonflikt. Doch nur, wenn die gesamte Familie an einem Strang zieht, kann die Firma in Hechingen auch zum "Global Player" werden. Das Thema des Films könnte aktueller nicht sein. Kleine Firmen, die von großen Konzernhaien geschluckt werden, dazu alte Unternehmensphilosophien, die neuen weichen müssen. Stöhr nutzt diesen Hintergrund für seine tragische Komödie rund um die Familie Bogenschütz, die auch deutlich macht, wie dramatisch und packend wirtschaftliche Themen sein können. Walter Schultheiß verkörpert die Generation der Gründer auf eine wunderbar bärbeißige und trotzige Art und Weise. Die Erhaltung des Lebenswerks ist eine tief tragische Komponente des Films. Doch auch der Humor kommt nicht zu kurz. Fast schon absurd wirken die zählen Verhandlungen mit den chinesischen Großinvestoren, wenn Maultasche auf Essstäbchen trifft. Zusammen mit einem typisch schwäbischem Dialogwitz, einem wunderbaren Setting zwischen verträumtem Landleben und asiatischer Kühle sowie authentischen Figuren mit Ecken und Kanten wird aus dem Film mit regionalem Touch eine Zustandsbeschreibung der allgemeinen Wirtschaftssituation. Charme und Tiefgang in einem. Als ganz großer Trumpf entpuppt sich Hauptdarsteller Walter Schultheiß. Für den schwäbischen Grantler mit harter Schale und goldenem Herzen ist der 89-Jährige Volksschauspieler die Idealbesetzung schlechthin. Als ein von verdrängten Kriegserlebnissen bis heute traumatisierter älterer Herr, der seiner verlorenen Jugend nachtrauert und sich für die Nazi-Gräuel schämt, gibt der 89-Jährige eine grandiose Glanzvorstellung, die unter die Haut geht, vielleicht die Rolle seines Lebens. Eine sympathische, mit großartigen Darstellern besetzte Mischung aus Wirtschaftsdrama und Heimatkomödie, die den richtigen Mix aus Tragik und Heiterkeit findet.

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Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
> Weitere Vorstellungen folgen. 39. Spielwoche.

RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN – 96 min. – Ab 0 J.
Rico, selbst erklärtes tiefbegabtes Kind, kann denken wie andere, doch seine Gedanken wirbeln wild durcheinander und er kann rechts nicht von links unterscheiden. Dennoch entwickelt er sich zum Held der Geschichte und kann seinen neuen neunmalklugen und übervorsichtigen Freund Oskar, der aus Angst immer einen Helm trägt, mit Mut und Tatkraft aus den Fängen eines Entführers retten. Das Kinder- und Jugendbuch von Andreas Steinhöfel war in Deutschland ein großer Erfolg. Neele Leana Vollmar hat diese Vorlage nun in ein ungemein frisch fröhliches Kino-Abenteuer für Kinder ab dem Grundschulalter verwandelt. In jeder Sekunde sprüht der Film vor Spaß, Spannung und guter Laune. Im bunt zusammen gewürfelten Erwachsenenensemble zeigt jeder Darsteller, von Axel Prahl bis hin zu Ronald Zehrfeld, wie viel Spaß ihnen ihre Rollen gemacht haben. Allen voran Karoline Herfurth, die als alleinerziehende Mutter mit dem Herz auf dem rechten Fleck in ihrer burschikosen und doch liebevollen Art besonders überzeugt. Doch im Zentrum stehen Rico und Oskar, für deren Besetzung man keine bessere Wahl hätte treffen können als Anton Petzold und Juri Winkler. Am Ende beweist die Geschichte von Rico und Oskar, gedreht in Berlin und Leipzig, dass man ruhig anders sein darf als andere. Solange man gute Freunde hat, ist man immer etwas Besonderes. Egal ob hoch- oder tiefbegabt. Ein spritziger, spannender und beschwingt erzählter Kinderfilm, der nicht nur Kinder begeistert.

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Shows dieses Films nur an den mit einer Spielzeit gekennzeichneten Tagen.
Weitere Vorstellungen folgen.

JACK UND DAS KUCKUCKSUHRHERZ – 93 min. – Ab 6 J.
Niemals an den Zeigern drehen. Nicht in Rage geraten. Sich auf keinen Fall verlieben. Eine Missachtung dieser Regeln kann für den kleinen Jack den Tod bedeuten. Denn er kam am kältesten Tag, den Schottland je sah, zur Welt und weil sein Herz in jener Nacht zu Eis gefror, ersetzte es die Hebamme kurzentschlossen durch eine Kuckucksuhr. Jahre später geschieht, was geschehen muss: Jack trifft eine bezaubernde Sängerin. Als sie gemeinsam ein Liebeslied singen, dreht sein Kuckucksuhrherz durch. Kurz darauf kommt er wieder zu sich, aber die Schönheit ist verschwunden. Eine einzigartig animierte, ebenso skurrile wie berührende Liebesgeschichte, die an die Bilderwelten von Tim Burton erinnert. Ein aussergewöhnlicher Trickfilm voller überbordender Fantasie für Kinder und Erwachsene.

Mo 25.8.14 Di 26.8.14 Mi 27.8.14 Do 28.8.14 Fr 29.8.14 Sa 30.8.14 So 31.8.14 Mo 1.9.14 Di 2.9.14 Mi 3.9.14
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