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Der neue grosse Saal sagt hallo!Kinoansicht. S-Bahn Obertürkheim: 200m geradeaus und gleich links sehen Sie mich! Gastro

Unser Programm von Montag, 25.7. bis Mittwoch, 3.8.16.

KINOTHEK 1 Beginn DATUM KINOTHEK 2 Beginn
EIN MANN NAMENS OVE 20.15 Mo 25.7. WIE MÄNNER ÜBER FRAUEN REDEN 20.15
MONEY MONSTER 20.15 Di 26.7. CREED - ROCKY´S LEGACY*** 20.15
EIN MANN NAMENS OVE 20.15 Mi 27.7. WIE MÄNNER ÜBER FRAUEN REDEN 20.15
EIN MANN NAMENS OVE 20.15 Do 28.7. NEU   MÄNGELEXEMPLAR 20.15
NEU   VOR DER MORGENRÖTE 20.15 Fr 29.7. BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL 20.15
NEU   RICO, OSKAR und der Diebstahlstein
MONEY MONSTER***

VOR DER MORGENRÖTE
15.00
17.30
20.15
Sa 30.7. NEU   ANGRY BIRDS - DER FILM
WIE MÄNNER ÜBER FRAUEN REDEN**
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL
15.00
17.30
20.15
RICO, OSKAR und der Diebstahlstein
EIN MANN NAMENS OVE
NEU   A PERFECT DAY
15.00
17.30
20.15
So 31.7. ANGRY BIRDS - DER FILM**
MÄNGELEXEMPLAR
VERRÄTER WIE WIR
15.00
17.30
20.15
A PERFECT DAY 20.15 Mo 1.8. VERRÄTER WIE WIR* 20.15
VOR DER MORGENRÖTE 20.15 Di 2.8. MÄNGELEXEMPLAR 20.15
VOR DER MORGENRÖTE 20.15 Mi 3.8. MÄNGELEXEMPLAR 20.15
* NUR NOCH KURZE ZEIT  |   ** VORAUSSICHTLICH LETZTE VORSTELLUNG.  |    *** LETZTE VORSTELLUNG.   |   ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR!
Wie zeigen jeweils die deutsche Fassung (2D), wenn nicht anders angegeben.  |  OF=Originalfassung  | OmU=Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
 Weitere Spieltage der einzelnen Filme stehen noch nicht fest. Aktualisierung des Programms jeden Montag nachmittag bis zum Mittwoch der Folgewoche.
Wir erstellen unser Filmprogramm im 7-Tage-Rhythmus! Zu Ihrer Information: Filme laufen bei uns, aufgrund der Fülle an Filmen, die für uns interessant sind und bei
nur zwei Kinosälen, nicht täglich(!) innerhalb der Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch), sondern wir zeigen diese über Wochen hinweg immer wieder tageweise.
Wie lange Ihr Wunschfilm noch bei uns im Programm sein wird?  Im obigen Spielplan können Sie von weiteren Vorstellungen eines Films ausgehen, sofern dieser nicht mit einem Stern gekennzeichnet ist. Bei den unten folgenden Kurzinhalten zu den Filmen machen wir jeweils in weiss hinterlegter Schrift eine vorsichtige Einschätzung,
wie lange wir den jeweiligen Film noch zeigen werden. Alle diesbezüglichen Angaben sind ohne Gewähr.


VOR DER MORGENRÖTE - 106 min. - Ab 6 J.
„Alle die fahlen Roße der Apokalypse sind durch mein Leben gestürmt“, schreibt Stefan Zweig, der österreichische Schriftsteller, Erzähler, Lyriker und Essayist aus dem jüdischen Bildungsbürgertum in seinem großen Epochenporträt „Die Welt von Gestern“. Auf der Flucht vor Hitler landet er als einer der letzten bedeutenden Realisten der deutschsprachigen Literatur in Brasilien. Sein brennender Wunsch: die Schaffung eines humanistischen Grundverständnisses in Europa, das bis in die Politik reichen sollte. Dadurch hoffte der überzeugte Pazifist den Terror des Nationalistischen zu stoppen. Als Biopic angelegt, erlangt der Film mit seiner Konzentration auf die Erfahrungen eines vor Krieg und Zerstörung Geflüchteten eine Allgemeingültigkeit und verweist somit auf gegenwärtige Migrationen und die Situation von geflüchteten Menschen. Maria Schraders Episodendrama spürt dem grausamen Bruch in Leben und Werk Stefans Zweigs nach. Den weit gereisten Kosmopoliten und überzeugten Pazifisten, einen der populärsten europäischen Schriftsteller, treibt die NS-Herrschaft in die Emigration. Zerrüttet vom „heimatlosen Wandern“ begeht der Weltbürger im brasilianischen Exil Selbstmord. In der scharfsinnigen Reflexion über Nationalismus und die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft, überrascht Star-Kabarettist Josef Hader als sensibler, ambivalenter Autor. Die szenisch besten Momente liefert freilich das Spannungsverhältnis mit der grandiosen Charakterdarstellerin und Fassbinder-Heroine Barbara Sukowa. Multitalent Schrader nimmt nach ihrem furiosen Debüt mit der Romanverfilmung  „Liebesleben“ erneut auf dem Regiestuhl Platz. Und wieder geht die Berlinerin damit mutig ein künstlerisches Wagnis ein. Mit dem genialen Kameramann Wolfgang Thaler, der den Stil der österreichischen Ulrich-Seidel-Filme prägte, minimiert sich das Risiko. Seine kraftvoll pulsierenden Bildkompositionen vermitteln dem Zuschauer hervorragend, den quälenden Zwiespalt der Heimatlosigkeit im tropisch-brasilianischen Paradies. Nicht umsonst genießen die Österreicher im Filmkunstfach derzeit einen exzellenten Ruf. Weitere Vorstellungen folgen.

MÄNGELEXEMPLAR - 112 min. - Ab 12 J.
Meine Güte, können Kinder manchmal lästig sein! Klammern sich schwer und klebrig an einem fest, zetern und zerren, albern und nörgeln. Also, zack! Rüber über die Brücke und in den Fluss damit. Die junge Mutter ist sichtlich überfordert, reißt sich das Kind vom Leib und schubst es übers Geländer: Was für eine Rabenmutter! Aber nein, Karo ist auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen dem inneren Kind, das sie gerade noch war, und dem neuen erwachsenen Ich, das sie auch mit angehend dreißig noch nicht ist. Impulsiv und direkt geht Laura Lackmann in ihrem Regiedebüt mitten hinein in den Strudel der Gefühle, in die Gewitterfront wechselhafter Launen, mit einer Vitalität, die schon die Romanvorlage der Moderatorin Sarah Kuttner auszeichnete. Auch die war bereits eine schwindelerregende Gratwanderung zwischen dem Thema Depression und einem jugendlichen Sturm-und-Drang-Lebensgefühl, mal zu Tode betrübt, mal himmelhochjauchzend vergnügt. In ihrem Umfeld hatte Kuttner eine wachsende Anzahl psychischer Krankheiten wie Depressionen und Angstzustände beobachtet, bei Menschen, die sie gerade noch als ganz normal, lebenslustig und klug wahrgenommen hatte. Darum also Karo, die mitten im Turboleben steht, bis ihr eines Tages der Job in einer Eventagentur gekündigt wird und sich ihr Freund von einem Tag auf den anderen verabschiedet. Puff, alles, was gerade so sicher schien, ist plötzlich weg, da kann man schon mal aus der Bahn geraten. Karo ist komisch, traurig und romantisch, verwirrt, quirlig und chaotisch und wird hinreißend gespielt von Claudia Eisinger, die zu den vielen aufregenden Absolventen der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch gehört. Zusammen mit ihrer souveränen und experimentierfreudigen Regisseurin macht sie Karos Lebenskrise zur ebenso berührenden wie amüsanten Coming-of-Age-Achterbahnfahrt. Natürlich ist sie eine Zumutung für jeden, aber sie ist auch auf entwaffnende Weise rührend, liebenswert und mitreißend. Statt auf oberflächliche Schauwerte zielt dieser Film mit seinem feinen Kompass für spielerische Nuancen auf die widersprüchlichen Gefühle darunter. Weitere Vorstellungen folgen.

A PERFECT DAY - 106 min. - Ab 12 J.
Der Balkan-Krieg diente schon vielfach als Kulisse für Kino-Geschichten. Von Emir Kusturica über Michael Winterbottom bis Hans-Christian Schmid reicht die Liste renommierter Regisseure, die sich mit dem Thema beschäftigten, 2002 holte Danis Tanovic mit „No Man’s Land“ den Oscar. Nun schickt der Spanier Fernando León de Aranoa („Montags in der Sonne“) die Stars Benicio del Toro und Tim Robbins in diesen Krieg. Der absurde Alltag einer internationalen Hilfstruppe: Die beiden Oscar-Preisträger spielen die abgebrühten Mitarbeiter einer humanitären Organisation, die schon in vielen Krisengebieten humanitäre Hilfe leisteten. An explosiven Gefahren herrscht kein Mangel bei dieser Mission. Der eigentliche Auftrag für das Helfer-Quartett klingt relativ einfach: Brunnenvergifter haben mit einer Leiche das Trinkwasser eines Dörfchens kontaminiert. Bei der Bergung des übergewichtigen Toten reißt die Leine, und Ersatz zu finden, ist schwerer als gedacht. Es ist ein aufre­gender, komischer und grausamer Trip in die Abgründe krie­ge­ri­scher Ausein­an­der­set­zungen und den Alltag von Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen in umkämpften Gebieten. Ein Drama in einer Komödie. In einem Road-Movie. In einem Kriegsfilm. Die dramaturgische Rechnung geht auf: Dem Chaos dieser Nachkriegswirren samt idealistischer Helfer und ohnmächtigen UN-Soldaten wird diese Freistil-Struktur allemal gerecht. Mit schwarzem Humor, witzigen Dialogen und reichlich Situationskomik erweist sich diese absurde Groteske über eine humanitäre Katastrophe als würdiger Nachfolger der Kriegssatire „Mash“. Weitere Vorstellungen folgen.

VERRÄTER WIE WIR - 107 min. - Ab 16 J.
Geldwäsche, Gangster und Geheimdienst: Die neue John-le-Carré-Verfilmung nimmt die skrupellosen Machenschaften der Finanzszene unter die Lupe. Dabei knüpft der brisante Spionagethriller ein raffiniertes Netz, um das intellektuelle englische Paar Perry und Gail, die unversehens im Urlaub zwischen Russenmafia und Geheimdienst geraten. Regisseurin Susanna White inszeniert die Spionagewelt des 21. Jahrhunderts, in der die klaren Grenzen des Kalten Kriegs längst verwischt sind, wie einen virtuosen Agentenfilm der alten Schule. Schließlich brachte Altmeister Le Carré, einst selbst für den britischen Geheimdienst tätig, den Realismus in das Genre. Er lieferte den Gegenentwurf zu glamourösen James-Bond-Phantasien vom Spion als Lebemann. Trotzdem geizt ihre Neuverfilmung des Klassikers nicht mit spannungsgeladener Action und exotischen Schauplätzen wie die Berberstadt Marrakesch oder das atemberaubende Panorama alpiner Bergwelt. Seine mitreißende Intensität verdankt das Spionage-Roadmovie auch Kameramann Anthony Dod Mantle, einem der innovativsten und einflussreichsten Bildgestalter des europäischen Gegenwartskinos. Für seine rasanten Verfolgungssequenzen in den Slums von Mumbai „Slumdog Millionär“ wurde der technikbegeisterte Visionär nicht umsonst mit dem Oscar ausgezeichnet. Bereits mit seiner Kameraarbeit für den ersten Dogma-Film „Das Fest“ sorgte die kalkulierten Rauheit seiner Bilder international für Aufsehen.
Weitere Vorstellungen folgen. Nur noch kurze Zeit.

WIE MÄNNER ÜBER FRAUEN REDEN - 89 min. - Ab 12 J.
Im Berliner Szenekiez Kreuzberg sind die Nächte lang und die Gespräche nicht immer tiefsinnig. DJ, Martini, Frankie, Marco & Tine durchleben den ganz alltäglichen Wahnsinn des Liebeslebens mit all seinen Missverständnissen, Emotionen und Tiefschlägen. Die Freunde, in deren Kosmos wir eintauchen, versuchen gemeinsam herauszufinden, wie man am besten beim anderen Geschlecht landet, und dabei vielleicht sogar das Glück des Lebens findet. Henrik Regels Film ist kein tiefsinniger Vortrag, sondern eine sympathische Komödie über Midlife Crisis und Torschlusspanik, bei der am Schluss eine Botschaft im Vordergrund steht: Es ist die Freundschaft, die zählt.
Letzte Vorstellungen.
MONEY MONSTER - 99 min. - Ab 12 J.
Dem geprellten Volk verleiht Jodie Foster in ihrer vierten Regiearbeit eine Stimme aus Mainstream-Hollywood. Ihr flott in Echtzeit inszenierter Geiselnahme-Thriller ist eine griffig-unterhaltsame, aber doch zu wenig differenzierte Moralpredigt gegen die perversen Praktiken einiger Großkapitalisten. Trotz kleiner erzählerischer Schwächen ist Fosters Film ein äußerst kurzweiliges Vergnügen, dass adrenalingeladene Thrillerspannung mit dem bissigen Charme einer Finanzsatire zu verbinden weiß. „Ohne Zweifel eine virtuose, meisterhafte Arbeit. George Clooney ist als eitler Fernsehheini grandios, und auch Julia Roberts ist als Regisseurin, die nicht nur eine missglückte Sendung am Laufen hält, sondern auch eine waghalsige Polizeiaktion durchkreuzt, wunderbar. Jack O’Connell zeigt als Geiselnehmer großartig, dass die Gefahr nicht von Boshaftigkeit ausgeht, sondern von der Überforderung durch die Situation. Dennoch ist man am Ende nicht ganz glücklich. Im letzten Drittel nimmt der Film seinen Anlass zu ernst und buchstabiert die Geschichte eines Betrugs durch, in dem sich auch der Medienmann als Opfer fühlen darf. Das nimmt der Geschichte die Größe. Schließlich ist es doch nicht das System gewesen, das sich als durch und durch fehlerhaft, asozial und primitiv erweist, sondern das eine schwarze Schaf, das gierig war und dafür über Leichen ging. Durch die Konzentration auf das eine Schwein Walt Comby wird der Finanzkapitalismus entschuldigt, der ohne die Walt Combys und ihr menschlich-moralisches Versagen doch ein prächtiges System wäre. Aber es ist nicht nur der eine. Es sind wir alle, und das weiß der Film: In der fulminantesten Szene des Films soll die schwangere Freundin des Geiselnehmers am Bildschirm beruhigend auf ihren Mann einwirken, stattdessen macht sie ihn vollends zur Sau, weil er das gesamte Geld verzockt hat. Auch in den Intimbeziehungen herrscht die nackte Gier.“  Peter Uehling. Stgt. Zeitung. 
Letzte Vorstellungen.
CREED - ROCKY´S LEGACY - 134 min. - Ab 12 J.
Er ist bis heute sein persönlichster Film: Mit dem Sensationserfolg "Rocky" etablierte sich der 1976 nur wenigen bekannte New Yorker Sylvester Stallone in Hollywood als Drehbuchautor und seriöser Schauspieler. In den fünf Fortsetzungen der Underdogsaga verkam die Figur immer weiter zu einem dumpfen Kirmesboxer. Dank Ryan Coogler besinnt sich das Regietalent nun auf die Stärken des Originals: Sylvester Stallones melancholisch verlorenen Charme, den er zuletzt 1997 in "Cop Land" so virtuos offenbarte. Im Zentrum des Films steht aber nicht Rocky Balboa, sondern der uneheliche Spross seines mittlerweile verstorbenen Gegners Apollo Creed (Rocky 1 und 2). Aufgewachsen bei der reichen Exfrau seines Vaters, sehnt sich Adonis Johnson (Michael B. Jordan) nach einer Karriere als Profiboxer. In Philadelphia kann er schließlich Rocky dazu bewegen, ihn zu trainieren. Doch Kraft und Talent allein machen einen Mann noch nicht zum Champ. Bösartige Gegner, quälende Selbstzweifel und die für das Genre obligatorische Stehaufmentalität sucht man in Cooglers Drama vergeblich. Stattdessen erzählt er geradlinig und ohne verkrampfte Zuspitzungen die Geschichte eines Mannes, der aus dem Schatten zweier Legenden treten will. Und eigentlich ist es dies kein „Boxerfilm“, weil hier (noch) ganz andere Schlachten des Lebens geschlagen werden: Es sind die berührenden, mit sich und ihren Krankheiten ringenden Charaktere: Rocky ist vom Krebs gekennzeichnet, seine Geschichte steht nicht im Zentrum des Films, Adonis’ Freundin, eine aufstrebende Sängerin, droht die Taubheit, während der in sich gekehrte Antiheld seinen Kampfgeist im Überwinden des Vaterkomplexes erst noch finden muss. Am 6. Juli 2016 nun ist Sylvester Stallone 70 Jahre alt geworden. Man sieht dem Schauspieler, der von der Kritik ob seiner darstellerischen Fähigkeiten nicht immer gänzlich ernst genommen wurde, ein jedes dieser Jahre an. Wenigen Darstellern ist ein derart entspannter und selbstironischer Umgang mit der eigenen Hinfälligkeit gegeben wie Stallone. Auch diesem Film kommt das sehr zugute, Balboa trägt zwar die ihm seit jeher eigene Aura von Melancholie mit sich herum, larmoyant oder gar weinerlich aber ist er zu keiner Zeit. In „Creed“ „ … hat er eine berührende, lebensweise Variante des gealterten Rocky vorgeführt, eine der besten Leistungen seiner Karriere.“ Thomas Klingenmaier (Stuttgarter Zeitung).
Letzte Vorstellung.
EIN MANN NAMENS OVE - 100 min. - Ab 6 J.
"Aus diesem Leben kommt niemand lebend raus," sagt Ove einmal. Wo er Recht hat, hat er Recht. Doch vielleicht sagt er solche Sachen nicht, weil er Menschen nicht leiden kann, sondern weil er ein zu großes Herz hat, und vielleicht braucht einer wie Ove erst eine liebenswerte Nachbarin, die in zurück ins Leben begleitet. Der schwedische Regisseur Hannes Holm legt eine toll gespielte und inszenierte Tragikomödie vor. Basierend auf dem gleichnamigen Roman seines Landsmanns Fredrik Backman nimmt Holm einen Rentner in den Blick, der die tiefe Trauer um seine Frau in bärbeißigen Kommentaren und großer Streitlust auslebt. Eigentlich will er sich nur ganz in Ruhe das Leben nehmen, aber wo findet man noch Ruhe und Ordnung in dieser Welt? Wie in anderen Dramen ähnlicher Ausrichtung (etwa "About Schmidt") findet Ove Schritt um Schritt zurück ins Leben, und zwar mit Hilfe einer Nachbarin aus Persien. Das ist gleichzeitig urkomisch und ernsthaft zu Herzen gehend. Eine wunderbare Komödie aus Schweden, bei der man aus vollem Herzen lachen, aber auch weinen kann.
Weitere Vorstellungen folgen.
BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL – 101 min. – Ab 0 J.
Wie ein Himmelskörper landet Pierre im Leben der gerade verwitweten Birnen- und Lavendelbäuerin Louise und ihrer beiden Kinder. Ein Mann im Jetzt und Hier, scheinbar ohne Vergangenheit und Zukunft. Auf dem Nachhauseweg knallt er ihr unvermittelt vor die Motorhaube und rennt erst mal verstört ins nächste Feld. Er wirkt verwirrt und seltsam aus der Zeit gefallen, sie nimmt ihn kurzerhand mit zu sich nach Hause, ins nahe gelegene provenzalische Landhaus. So nimmt eine romantische Komödie ihren Lauf, die gegen den Strich gebürstet ist, weil Liebe im klassischen Sinn für beide nahezu ausgeschlossen ist. Für Louise, weil sie um ­ihren gerade verstorbenen Mann trauert, und für Pierre, weil ihm als Autisten Gefühle und Berührungen fremd sind. Manchmal kann ein kleiner Unfall auch ein unverhoffter Glücksfall sein: Könnte es sein, dass ausgerechnet dieser sensible Eigenbrötler die Lösung für ihre Probleme kennt? Éric Besnards modernes Märchen entführt uns in eine Welt voller kleiner Wunder, es ist eine Begegnung mit dem Anderssein, die von der Schönheit der Unschuld erzählt und von der Stärke in der Zerbrechlichkeit. Eine unromantische und doch märchenhafte Begegnung einer trauernden Obstbäuerin und eines ­charmanten Autisten. 
Weitere Vorstellungen folgen.

RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN - 94 min. - Ab 0 J.
Der abenteuerlustige und „tiefenbegabte“ Rico und sein bester Freund, der clevere und zögerliche Oskar, gehen als Hobbydetektive auf zahlreiche Abenteuer. Im ersten Teil mussten die Berliner Spürnasen eine Entführung beenden. Im zweiten Film haben sie illegale Machenschaften rund um einen Bingo-Ring aufgedeckt. Inzwischen leben die beiden Freunde im selben Haus, nachdem Oscars Vater Lars kurzerhand zur Ricos Familie gezogen und Ricos Mutter Tanja mit „dem Bühl“ von der Nachbarswohnung zusammengekommen ist. Es könnte so schön sein, doch die Idylle hält nicht lange. Eines Tages stirbt der mürrische Nachbar Fitzke und hinterlässt dem kleinen Rico seine heißgeliebte Steinsammlung. Als Rico sein Erbe begutachtet, entdeckt er, dass ein wichtiger Teil der Sammlung fehlt. Die Freunde entdecken, dass der wertvolle Kalbsstein von Dieben gemopst wurde, die nun auf dem Weg zur Ostsee sind. Die Jungs beschließen daraufhin ganz alleine, hinter den Dieben her zu reisen. Ein großes Abenteuer beginnt, dass nicht nur ihren Spürsinn auf die Probe stellt, sondern auch ihre Freundschaft. Die kunterbunte Literaturverfilmung basiert auf der gleichnamigen, erfolgreichen Kinderbuch-Reihe von Andreas Steinhöfel . Ein bisschen schade ist es angesichts all dieser Qualitäten dieser Filmreihe, dass nach diesem "Rico und Oskar"-Abenteuer wohl Schluss ist, aber vielleicht überdenken die Macher ihre Entscheidung ja auch noch einmal. Weitere Vorstellungen folgen.

ANGRY BIRDS – DER FILM - 98 min. - Ab 0 J.

Mit “Angry Birds” erreicht die Adaption der erfolgreichsten Spiele-App aller Zeiten die Kinos. Die finnisch-amerikanische Actioncomedy rückt die plüschigen Vögel ins Zentrum ihres ersten Leinwandabenteuers. Die Adaption des über alle Plattformen mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladenen Spiels ist gleichzeitig das Regiedebüt für Clay Kaitis und Fergal Reilly. Die beiden haben bisher als Animationskünstler und Storyboard-Zeichner erste Erfahrungen im Animationsgenre gesammelt. Im Vorfeld wurde heiß diskutiert, ob ein Game ohne wirkliche Geschichte überhaupt auf die große Leinwand übertragen werden kann. Wir werden auf eine Insel entführt, die ausschließlich von glücklichen, flugunfähigen Vögeln bewohnt wird, bis diese eines Tages von mysteriösen grünen Schweinchen besucht wird. Nun, selten war es lustiger, mal so richtig wütend zu sein, um herauszufinden, was die borstigen Viecher im Schilde führen. Nur für kurze Zeit.

Textquellen: programmkino.de. kino.de.

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