DER WALDMACHER
Geplant im Herbst 22. Ein Termin steht noch nicht fest.

Eine Revolution der afrikanischen Forstwirtschaft – dies gelang dem australischen Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo zusammen mit seinem Team seit den 80er-Jahren. Die Idee: verödetes Wüstengebiet wieder nutzbar zu machen und durch gezielte Aufforstung die Ernteerträge zu steigern. Wie Rinaudo dies gelang und wie steinig der Weg war, schildert die lehrreiche, unaufdringlich gefilmte Doku „Der Waldmacher“ von Volker Schlöndorff. Der Film öffnet die Augen für ungenutzte Möglichkeiten und ist von großem Einfühlungsvermögen für die Porträtierten und deren innere Befindlichkeiten geprägt. „Der Reichtum liegt hier bei euch im Land“, sagt der Agronom, der mit seiner Familie 17 Jahre im Niger gelebt hat, die Sprache spricht und den Menschen auf Augenhöhe begegnet. Sein Lebensziel war und ist, die „Wüste zu bekämpfen“. Um Landwirtschaft unter Bäumen möglich zu machen und so für mehr Erträge bei den Kleinbauern zu sorgen. Aufschlussreiche Vorher-Nachher-Satellitenbilder zeigen eindrucksvoll, wie sich einst ödes Trockenland in saftiges Grünland voller Bäume verwandelte. OscarPreisträger Volker Schlöndorff begleitet mit Neugierde und Bewunderung für das Land und die Menschen seinen Protagonisten auf seiner Reise. Zu früheren Weggefährten, an alte Wirkungsstätten oder zu Interviews bei lokalen Radiosendern, in denen Rinaudo seine Idee von der Nutzung der Wurzeln, des „unterirdischen Waldes“, erläutert. Es entsteht das Porträt eines Mannes, der sein Wissen und seine Fähigkeiten schon immer den Notleidenden und weniger Gebildeten zur Verfügung stelle, um ungenutzte Potentiale aufzuzeigen und das Leid der Armen zu verringern. Im Zentrum des Films steht aber die gegenwärtige Situation, das Leben der Menschen in der Sahelzone und die Hoffnungen der Kinder und Jugendlichen. Der Regisseur versorgt den Zuschauer aus dem Off zudem mit relevanten Infos und greift mitunter auch selbst ins Geschehen ein. Etwa beim Besuch einer Dorf-Schulklasse. Dabei erweist sich Schlöndorff wie gewohnt als interessierter, sympathischer Fragensteller, der mit viel Einfühlungsvermögen und Zurückhaltung vorgeht. In wenigen, aber stets passenden, sinnvollen Momenten stellt der Filmemacher außerdem historische, bisweilen religiöse Bezüge (Die Wiege der Menschheit) her und verweist auf eine der größten Tragödien in der Geschichte des Kontinentes: die Hungersnot in der Sahelzone der 70er- und 80er-Jahre. Sie war nicht zuletzt die Folge einer unnachgiebigen Dürreperiode. Und diese ließ sich auch auf die radikale Abholzung zurückführen. 87 min. Ab 0 Jahren.

Gerne geben wir Sondervorstellungen für Schulklassen bzw. Interessengruppen. Rufen Sie uns an, Telefon 0711 / 9189640. Wir rufen Sie gerne zurück.

Der Pate

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PROGRAMMFLYER 24.-30.11.22

PROGRAMMFLYER 1.-7.12.22


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